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AHK Japan legt erste Geschäftsklima-Umfrage vor

Tokio (19.05.2016) - Der japanische Markt unterliegt komplexen Rahmenbedingungen und birgt zahlreiche Herausforderungen; dennoch berichten die langfristig dort engagierten deutschen Unternehmen größtenteils von guten Ergebnissen. Das zeigt die jetzt erstmals von der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Japan durchgeführte Geschäftsklima-Umfrage.

Gemeinsam mit der Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade and Invest hatte die AHK Japan im Februar 348 Vertretungen deutscher Betriebe in Japan nach ihrer Geschäftsentwicklung und ihren Erwartungen gefragt, letztendlich beteiligten sich 94 davon.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung "German Business in Japan 2016":

  • 89 Prozent der Befragten geben an, derzeit profitabel zu arbeiten; in den stärksten Branchen Automotive und Maschinenbau sind es sogar über 97 Prozent.
  • Für das nächste halbe Jahr erwarten zwar nur 17 Prozent der deutschen Unternehmen einen Aufwärtstrend für die japanische Gesamtwirtschaft, 50 Prozent rechnen jedoch mit einer Verbesserung oder sogar deutlichen Verbesserung der eigenen Geschäftslage.
  • Beständigkeit lohnt sich: Während Newcomer höchstens Gewinnspannen von zwei Prozent erwirtschaften, kommen Unternehmen, die seit mehr als fünf Jahren in Japan aktiv sind, auf bis zu zehn Prozent.
  • Dazu passt, dass 85 Prozent der Umfrageteilnehmer als Pluspunkte des japanischen Marktes die verlässlichen, konstanten und fruchtbaren Geschäftspartnerschaften aufführen; 75 Prozent loben die Stabilität von Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Einen wichtigen Grund dafür, in Japan Geschäfte zu machen, sehen 53 Prozent der Befragten in den Potenzialen von Drittmarktgeschäften. Bereits 60 Prozent planen und realisieren bereits mit japanischen Kunden und Partnern Projekte auf Drittmärkten.
  • Als Herausforderung bezeichnen 78 Prozent der Betriebe die Gewinnung talentierter Mitarbeiter; 34 Prozent beklagen sich über hohe Lohnkosten. Zudem bereiten die vor allem seit 2013 schwankenden Wechselkurse gut der Hälfte der Umfrageteilnehmer Probleme.