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Algerien: Nordafrikas expandierender Fahrzeugmarkt

Nürnberg (13.03.2017) Algerien, der größte Flächenstaat und die drittgrößte Volkswirtschaft Afrikas, wird von deutschen Unternehmen im Absatzpotential oftmals stark unterschätzt. Eine gute Finanzausstattung des Staates praktisch ohne Auslandsschulden und mit hohen Devisenreserven, verbunden mit einem Fünfjahresplan 2015-2019 bieten bei richtigem Herangehen sehr gute Absatzmöglichkeiten in einem lukrativen Markt.

In der praktischen Arbeit stellen jedoch eine schwerfällige, intransparente Bürokratie, rechtliche Rahmen-bedingungen, Sprachprobleme oder interkulturelle Unterschiede oftmals Hürden dar, die es zu überwinden gilt.
Fakten in den deutsch-algerischen Handelsbeziehungen:

  • Bilaterales Handelsvolumen: 4 Mrd. € (2015)
  • Deutsche Exporte: 2,4 Mrd.€ (2015), damit größter deutscher Absatzmarkt in Nordafrika
  • Anstieg deutscher Exporte in den ersten 10 Monaten 2016: +38%


Der algerische Fahrzeugmarkt

Den größten Anteil deutscher Lieferungen nach Algerien im Jahr 2015 nahmen mit 22,1% Fahrzeuge und Fahrzeugersatzteile ein, gefolgt von Maschinen und Anlagen mit einem Anteil von 21,7% an den Gesamtlieferungen. Der algerische Fahrzeugmarkt besitzt ein großes Potential aufgrund der lokalen Nachfrage. Die Fahrzeugindustrie steht im Fokus der Bemühungen zur Diversifizierung der lokalen Wirtschaft. Algerien strebt mittelfristig den Export von Fahrzeugen sowie Zuliefer- und Ersatzteilen an.

Viele Weltmarktführer in der Fahrzeugbranche haben bereits den Schritt nach Algerien unternommen und Montagewerke für PKW, LKW, Busse sowie Landwirtschafts- und Baufahrzeuge errichtet bzw. geplant. Nachfolgende Globalplayer, sowohl im PKW- als auch im Nutzfahrzeugbereich, sind bereits in Algerien aktiv: Daimler, VW Konzern mit Kernmarken und Skoda/Seat, Renault, Toyota, Hyundai, Fiat Iveco, Volvo, Scania, Liebherr, Ursus und weitere.

Algerien will Industrie aufbauen

Dies ist jedoch nur der erste Schritt, denn die algerische Regierung will lokale industrielle Aktivitäten in Verbindung mit der Fahrzeugindustrie aufbauen und fördern. Die dafür benötigten Maschinen und Anlagen müssen komplett importiert werden, bevorzugt aus Deutschland.

Stark nachgefragt sind im algerischen Fahrzeugmarkt nicht nur Produkte, Zulieferungen und Dienstleistungen, sondern auch Ersatzteile.

Um deutschen Firmen beim Markteinstieg in Algerien zu unterstützen bietet das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen eines Markterschließungsprojektes eine geförderte Unternehmerreise nach Algier im September 2017 für die Fahrzeugindustrie an. Die Deutsch-Algerische Industrie- und Handelskammer (AHK) wird diese Unternehmerreise im Auftrag des BMWi vorbereiten und durchführen


Dieses Seminar vermittelt Ihnen die grundlegenden Informationen zum Markt und über die geplante Unternehmerreise.

Programm

10:00 Uhr Eröffnung/Begrüßung
               IHK Nürnberg für Mittelfranken

10:05 Uhr Algerien – potentieller Absatzmarkt für deutsche Produkte und Dienstleistungen
              (allg. Infos, Marktpotential, Herangehensweisen, Interkulturelles Management, rechtliche Rahmenbedingungen,..) AHK Algerien

11:00 Uhr Erfrischung/Kaffeepause

11:15 Uhr Der algerische Fahrzeugmarkt – PKW, Nutzkraftfahrzeuge/Busse, Landwirtschafts-  und Baufahrzeuge
               (allg. Infos, Marktgröße und -player, staatliche Ziele/Herangehensweisen, Eintrittsstrategien,…) AHK Algerien   

11:45 Uhr Markterschließungsprojekt des BMWi – Fahrzeugindustrie Algerien 2017
               (Inhalt/Herangehensweisen, Teilnahmebedingungen, Zeitschiene…)
               AHK Algerien  

12:00 Uhr Möglichkeit individueller Gespräche mit den Referenten

Wann? 13.04.2017 - 10:00 - 13:00 Uhr
Wo? IHK Nürnberg für Mittelfranken, Raum Fürth, Ulmenstraße 52, 90443 Nürnberg


Die Teilnahme an der Veranstaltung ist unentgeltlich, eine Anmeldung aus organisatorischen Gründen erforderlich. Anmeldeschluß ist am 07.04.17

(Quelle: IHK Nürnberg)