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"Allgäuer Sennalpkäse" wird geschützt

München (15.06.2016) - Der Allgäuer Sennalpkäse ist ab sofort europaweit geschützt. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, hat die EU-Kommission nach mehrjährigem Prüfverfahren den Allgäuer Premiumkäse in das europäische Herkunftsregister aufgenommen.

Der Sennalpkäse ist damit schon die dreißigste bayerische Spezialität, die als geografische Angabe europaweit geschützt ist, und – nach Emmentaler, Bergkäse und Weißlacker – bereits das vierte Käseschmankerl aus dem Allgäu. „Der europäische Schutz des Sennalpkäses ist ein weiterer Erfolg für das Spezialitätenland Bayern und stellt die europaweit anerkannte Käse-Kompetenz des Allgäus erneut unter Beweis“, sagte Brunner. Der Alpwirtschaftliche Verein im Allgäu e.V. hatte sich seit vielen Jahren für die Eintragung stark gemacht. Für den Sennalpkäse wird ausschließlich Milch der auf den Alpen gemolkenen Kühe vor Ort zu lagerfähigen Käselaiben verarbeitet. Das kräuterreiche Alpfutter sorgt für einen pikanten bis kräftigen, etwas nusskernartigen und bei Holzfeuerung mitunter leicht rauchigen Geschmack.

Mit nun 30 eingetragenen Herkunftsbezeichnungen kommt über ein Drittel aller geschützten regionaltypischen Spezialitäten Deutschlands aus Bayern. Dazu zählen neben den Allgäuer Käsespezialitäten auch „Bayerisches Bier“, „Nürnberger Rostbratwürste“ oder „Schrobenhauser Spargel“. Sie alle verfügen laut Brunner über eine lange Tradition, einen hervorragenden Ruf und sind eng mit ihrer Herkunftsregion verbunden. „Die Eintragung schützt unsere Originale vor Rufausbeutung und Nachahmung“, so der Minister. Ausführliche Informationen zum Sennalpkäse, zu weiteren 250 regionaltypischen Spezialitäten aus Bayern sowie zum EU-Herkunftsschutz sind unter www.spezialitaetenland-bayern.de zu finden.

Weitere Auskünfte über die Qualitätsprodukte sowie eine Liste der geschützten Bezeichnungen sind auf dieser Webseite verfügbar.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF)