Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

ASEAN lockt mit lebhafter und stabiler Konjunktur

Jakarta (29.08.2016) Die ASEAN-Region zeichnet sich - ganz im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten der Welt - durch eine stabile Konjunktur aus. Die Wirtschaft wächst seit Jahren um gut 4 bis knapp 6%. Dabei gilt innerhalb der Freihandelszone die Regel: Je weniger entwickelt ein Land, desto höher die Zuwachsraten. So brillieren Kambodscha, Laos und Myanmar mit Zunahmen ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen 7 und 8%, während das reiche Singapur auf eine Rate von nur 2 bis 3% kommt.

Das Interesse ausländischer Unternehmen an den ASEAN-Ländern hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Das liegt vor allem an der instabileren weltwirtschaftlichen Lage. Die BRIC-Länder Brasilien und Russland befinden sich in einer Rezession. Die VR China wächst zudem nicht mehr ganz so stürmisch. Auch in den sogenannten MINT-Staaten wie Mexiko oder der Türkei sieht die ökonomische Lage eher nicht so rosig aus.

Vor diesem Hintergrund erscheint ASEAN fast wie ein Hort der Stabilität. Zwar gibt es auch hier einige Schwierigkeiten: Thailand hat mit Krisen zu kämpfen, in Malaysia gibt es politische Verwirrungen, und die Philippinen müssen sich nach dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte auf stürmischere Zeiten einstellen. Doch wirtschaftlich gesehen geht es der Region insgesamt nach wie vor gut. Die mittelfristigen Prognosen gehen sogar von einer leichten Konjunkturbelebung aus.

Zwischen 2009 und 2014 ist die Wirtschaft Südostasiens laut Angaben der Asian Development Bank (ADB) real stets um rund 5 bis 6% per anno gewachsen. In 2015 fiel die BIP-Zunahme allerdings auf 4,4%. Für 2016 erwartet die in Manila angesiedelte Organisation einen Wert von 4,5%, und in 2017 sollen es wieder 4,8% sein. Mit anderen Worten: Große Ausschläge gibt es in Südostasien in der Regel weder nach unten noch nach oben.

Weniger entwickelte Länder ziehen Investitionen an

Die weniger entwickelten Volkswirtschaften Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam weisen traditionell die größten Wachstumsraten - im Durchschnitt 6 bis 8% - auf. Daran dürfte sich auch zukünftig nicht viel ändern. Ihre Inlandsmärkte haben einen hohen Nachholbedarf. Zugleich ziehen sie mit ihren niedrigen Lohnkosten ausländische Investitionen an. Vor allem Firmen, die in der VR China produzieren, verlagern seit geraumer Zeit Fertigungsschritte in die genannten vier Länder. Dieser Trend wird wohl auf absehbare Zeit anhalten.

Dann gibt es die schon weiter entwickelten Staaten wie Malaysia, Indonesien und Philippinen. Sie erzielen Wachstumsraten zwischen 4 und 6%. Einen Sonderfall stellt Thailand dar. Das Königreich leidet seit einigen Jahren unter einer politischen Krise und kann dadurch sein Potenzialwachstum nicht ausschöpfen. Es muss sich mit einer BIP-Zunahme um die 3% begnügen.

Singapur steht - gemessen am Wirtschaftswachstum - vor Brunei an letzter Stelle der ASEAN-Länder. Allerdings ist der Stadtstaat im Hinblick auf das Pro-Kopf-BIP laut Weltbank das nach Macau (SVR) zweitwohlhabendste Land Asiens. Seine Zuwachsraten ähneln eher denen anderer entwickelter Volkswirtschaften wie Korea (Rep.) oder Hongkong (SVR). Das kleine Land Brunei lebt vor allem von Erdölexporten und generiert infolge der geringen Weltmarktpreise das geringste Wachstum der Region.

>>> Lesen Sie hier den gesamten Artikel bei German Trade & Invest.