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Außenwirtschaft von A bis Z...Heute C wie Carnet A.T.A

Nürnberg (19.04.2016) Das Carnet A.T.A. ist ein internationales Zollpassierscheinheft für die vorübergehende Einfuhr und Ausfuhr von Waren. Der Name ergibt sich aus der kombinierten französisch-englischen Abkürzung von "Admission Temporaire / Temporary Admission".

Dieses Zollpapier dient der vorübergehend abgabenfreien Einfuhr von Waren in Drittländer etwa im Rahmen einer internationalen Messebeteiligung. Es findet Anwendung im Rahmen einer vorübergehenden Verwendung als auch im externen Versandverfahren zwischen zwei Orten im Zollgebiet der EU. Mit dem Carnet ATA können beispielsweise Werkzeuge und Maschinen bei grenzüberschreitenden Montagen ein- und wieder ausgeführt werden, ohne dass Zoll gezahlt werden muss. Gleiches gilt für Messegut, das nur Ansichtszwecken dient.

Der Kreis der Güter, die mittels Carnet ATA vorübergehend eingeführt werden können, kann je nach Bestimmungsland variieren. Das Carnet ATA kann zum Beispiel gelten für:

  • Berufsausrüstung
  • Messe- und Ausstellungsgüter
  • Warenmuster
  • Waren zu wissenschaftlichen oder kulturellen Zwecken

Grundsätzlich gilt, dass vom Carnet ATA-Übereinkommen nur Gebrauchsgüter, nicht aber Verbrauchsgüter erfasst werden.

Waren zur Veredelung oder Ausbesserung sind vom Carnet ATA-Verfahren nicht erfasst.
Dies gilt auch für Waren, die zu Testzwecken eingeführt und dabei verändert oder angepasst werden sollen.

Für die Ausstellung des Carnets sind in Deutschland die Industrie- und Handelskammern zuständig.

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