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Außenwirtschaft von A bis Z...Heute C wie CIF

Nürnberg (24.05.2016) Cost, Insurance and Freight, kurz CIF, ist eine Incoterms -Klausel, wonach der Verkäufer die Kosten und Fracht zu tragen hat, die erforderlich sind, um die Ware zum Bestimmungshafen zu befördern.

Die Abkürzung CIF ist eine Klausel in der Seefracht.  Die Vertragsformel wurde speziell für Außenhandelsgeschäfte entwickelt und verpflichtet die Vertragsparteien als Ergänzung zu den CFR-Verpflichtungen zu verschiedenen Kriterien.

Entwickelt wurde die Klausel vom ICC, der Internationalen Handelskammer.

"Kosten, Versicherung und Fracht" bedeutet, dass der Verkäufer die Ware an Bord des Schiffs liefert oder die bereits so gelieferte Ware verschafft. Die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung der Ware geht über, wenn die Ware an Bord des Schiffs ist. Der Verkäufer hat den Beförderungsvertrag abzuschließen sowie die Kosten und Fracht zu tragen, die für die Beförderung der Ware zum benannten Bestimmungshafen erforderlich sind.

Aus den Zusatzkosten für die Versicherung ergibt sich der sogenannte CIF-Preis, also der Preis einer Ware zum Zeitpunkt der Einfuhr inklusive aller Kosten, Versicherungen und Fracht. Aus diesem Preis ermitteln sich der Zollwert, eventuell erforderliche Maßnahmen und Sanktionen gegen Preisdumping, ebenfalls wird auf Grund des CIF-Preises geprüft, ob die Beschränkung im Warenwert eingehalten wird.

Generell gilt CIF nur für den See- und Binnenschiffstransport, soll die Ware nicht an Bord eines Schiffes geliefert werden, empfiehlt sich die Verwendung der CIP-Klausel, die analog zu CIF für die Beförderung über Land anzuwenden ist.

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