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Bayern in Russland

Jekaterinburg (22.06.2016) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer ist gestern mit einer 25-köpfigen Wirtschaftsdelegation nach Jekaterinburg und Tjumen gereist.

Jekaterinburg, die viertgrößte Stadt Russlands, ist wichtiger Industrie- und Universitätsstandort. Tjumen ist eine der ältesten Städte des Landes und ein Zentrum der Öl- und Gasförderung. Pschierer: „Bayern genießt bei den russischen Partnern nach wie vor hohes Ansehen. Gerade die bayerischen Unternehmen stehen für Know-how, Innovation, Technologie und Qualität.“ Pschierer weiter: „Russland ist auf den Import von Technologien angewiesen. Diese Chance müssen wir nutzen und uns gegen die Konkurrenz aus Asien behaupten.“ Umgekehrt liefere Russland Rohstoffe, die für die hiesige Wirtschaft nützlich seien. Die Reise sei eine gute Gelegenheit für beide Seiten, potenzielle Geschäftspartner kennenzulernen, „auch wenn die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Vorzeichen schwierig sind“.

Auf dem Programm stehen Gespräche mit Regierungsvertretern, Unternehmensbesuche, Besichtigungen von Universitäten und Berufsbildungseinrichtungen sowie Branchenkontaktgespräche und ein Abendempfang. Branchenschwerpunkte der Reise sind Maschinen- und Anlagenbau sowie Engineering. Der bayerische Maschinenbau ist international wettbewerbsstark und sehr exportorientiert, mehr als 60 Prozent der Umsätze gehen auf Auslandsgeschäfte zurück. Der Maschinenbau arbeitet intensiv an für die Zukunft wichtigen Entwicklungsfeldern. Pschierer: „Für Russland sind hier besonders die Automatisierung, Erhöhung der Produktivität und Energieeffizienz der Industrie von Bedeutung.“

Mit einem Handelsvolumen von knapp 8,1 Mrd. Euro im Jahr 2015 lag Russland auf Rang 1 unter Bayerns GUS-Handelspartnern. Die bayerischen Exporte betrugen gut 2,5 Mrd. Euro. Knapp 2.000 bayerische Firmen unterhalten Geschäftsbeziehungen zu Russland, etwa 350 russische Unternehmen sind in Bayern ansässig.