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Bildungsexport nach Argentinien

Buenos Aires (02.05.2018) - Nachdem der amtierende Präsident Mauricio Macri bei seiner Amtsübernahme von grundlegenden Veränderungen in Argentiniens Bildungssystem sprach und erhöhte Investitionen versprach, zeichneten sich im ersten Halbjahr 2017 erste konkrete Tendenzen für den Verlauf der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Argentinien ab:

Das Land strebt nach Angaben von iMOVE die Etablierung eines Ausbildungsmodells nach australischem Vorbild der sogenannten Apprenticeships und Traineeships an. Dieses entspricht in seinen wesentlichen Bestandteilen dem deutschen dualen System.

Während die Auszubildenden bei einem Unternehmen angelernt werden und von diesem ein Gehalt beziehen, wird der theoretische Ausbildungsteil über staatlich anerkannte Berufsschulen zur Verfügung gestellt.

Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Finanzierungsform. Denn Australiens Ausbildungsbetriebe werden in Form von zahlreichen staatlichen Anreizen zu bedeutenden Teilen für die entstandenen Ausbildungskosten entlohnt.

Genau darin besteht auch die Motivation des ehemaligen nationalen Bildungsministers Esteban Bullrich sowie seines Nachfolgers Alejandro Oscar Finocchiaro, das australische System zu bevorzugen. Hintergrund ist ein in Argentinien vorherrschendes Grundverständnis, dass der Staat die Verantwortung für die Ausbildung seiner Bevölkerung trägt.

Deutschlands Bildungssystem vorbildlich

Nichtsdestotrotz wird Deutschland mit seinem Berufsbildungssystem ebenso positiv assoziiert und die Expertise aus Deutschland vermehrt nachgefragt. Aus diesem im bildungspolitischen Diskurs dominanten Element ergeben sich Anknüpfungspunkte für deutsche Bildungsanbieter.

Das deutsche Berufsbildungsinstitut (BBZ) in Buenos Aires zeigt beispielhaft, dass sich in Argentinien aus dem exzellenten Ruf der dualen Ausbildung in Deutschland Marktchancen ergeben.

2.000 Jugendliche nach deutschem Vorbild dual ausgebildet

Das BBZ ist eine deutsche Einrichtung der dualen Ausbildung, unterhalten durch die Deutsch-Argentinische Industrie- und Handelskammer (AHK Argentinien) und die deutschen Schulen in Argentinien (Instituto Ballester).

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Quelle: Ixpos Newsletter