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Deutscher Afrikahandel 2019 im Aufschwung

Bonn (06.03.2020) - Die Zeichen im Handel mit Afrika stehen nach Angaben von Germany Trade & Invest GTAI insgesamt wieder auf Wachstum. Nach Rückgängen im letzten Jahr fällt die Bilanz positiv aus.

Der Handel mit dem afrikanischen Kontinent wächst. Im Jahr 2019 wurden deutsche Waren im Wert von 23,7 Milliarden Euro nach Afrika exportiert. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent. Die Importe aus afrikanischen Staaten nahmen sogar um 8,3 Prozent zu. Ihr Wert liegt bei 24,4 Milliarden Euro. Noch 2018 hatte der deutsche Afrikahandel mit Export-Rückgängen von mehr als 10 Prozent enttäuscht. Als Zielregion für deutsche Ausfuhren gewinnt Nordafrika nach erheblichen Einbußen nun wieder an Bedeutung. Ägypten, Marokko und Libyen gehören zu den Staaten mit den höchsten Zuwächsen. Auch der Handel mit Subsahara-Afrika floriert. Südafrika, Nigeria, Äthiopien, Guinea und Tansania weisen die größten Zunahmen auf.

Insgesamt konnte der deutsche Außenhandel 2019 weltweit zulegen und erreichte Rekordniveau. Allerdings hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren leicht abgeschwächt. Die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts sprechen von 0,8 Prozent Steigerung bei den Exporten und 1,4 Prozent bei den Importen.

Trotz der aktuellen Zuwächse spielt Afrika nach wie vor eine kleine Rolle im deutschen Außenhandel. Nur 1,8 Prozent des gesamten Exports sind für den Kontinent bestimmt. Das entspricht in etwa dem Wert der Waren, die in die Türkei oder nach Japan gehen. Tatsächlich lohnt sich der Blick auf den afrikanischen Markt durchaus. Die bedeutendsten Player dort, aber auch der Handel mit kleineren Staaten bieten Möglichkeiten.

Südafrika, Ägypten und Maghreb-Staaten wichtigste Abnehmer

Bedeutendstes Abnehmerland für deutsche Waren bleibt Südafrika. Die Ausfuhren in den Kapstaat lagen 2019 bei einem Wert von 9,3 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2018. Angesichts der anhaltenden Wachstumsschwäche und weiterhin bestehender politischer Unwägbarkeiten ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung. Nicht ohne Grund gehen über zwei Drittel der deutschen Subsahara-Exporte nach Südafrika. Mehr als 600 deutsche Unternehmen sind in dem Land aktiv und nutzen seine vergleichsweise breite industrielle Basis. Noch stärker zugenommen haben die Einfuhren aus Südafrika um fast 20 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro.

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