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Die meisten deutschen Firmen in Spanien sind mit ihrem Geschäft zufrieden

Madrid (02.05.2016) - Der Wirtschaftsaufschwung in Spanien färbt auf die dort angesiedelten rund 1.300 Niederlassungen deutscher Unternehmen ab. Eine im April 2016 vorgestellte Umfrage der AHK Spanien ergab, dass mehr als 90% von ihnen ihre Geschäftssituation als gut bis zufriedenstellend einordnen und für 2017 optimistisch bleiben.

Auch die Wirtschaftslage des Landes bewertet die Mehrheit als positiv. Kritisch gesehen werden unter den Wettbewerbsfaktoren die unsichere politische Lage und die Berufsausbildung.

Mit dem Wechsel des spanischen Konjunkturzyklus nach mehrjähriger Rezession ist auch die Stimmung der Unternehmen ins Positive umgeschlagen. Anfang 2014, als die Rezessionsphase allen noch tief in den Knochen steckte, hatten acht von zehn der befragten deutschen Niederlassungen die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes als schlecht bis sehr schlecht bewertet. Anfang 2016 waren sieben von zehn mit ihr zufrieden. Nur noch drei von zehn hielten sie für schlecht. Von sehr schlecht wollte keine der 219 an der Umfrage beteiligten Firmen mehr sprechen. Alle zwei Jahre befragt die AHK Spanien deutsche Unternehmen aller Größenordnungen in Spanien, wobei Industrie, Handel und der Dienstleistungssektor vertreten sind. Die meisten haben ihren Sitz in einer der vier Regionen Katalonien, Madrid, Baskenland und Valencia.

Die Erwartungen sind positiv. Spaniens Wirtschaftsleistung wächst seit 2014. Sie lag 2015 um 3,2% über dem Niveau des Vorjahres und wird 2016 und 2017 laut Konsensprognose von 16 Wirtschafts- und Finanzinstituten leicht abgeschwächt um jeweils 2,7 und 2,3% weiter expandieren. Damit bliebe die spanische Volkswirtschaft unter den großen Industrienationen der EU die dynamischste. Bei den deutschen Unternehmen wächst das Vertrauen, dass die Erholungsprozesse mittelfristig anhalten werden. Über 92% sind der Ansicht, dass es 2016 weiter aufwärts gehen, beziehungsweise die Situation unverändert anhalten wird. Bis zum Horizont 2018/19 sehen das noch drei Viertel der Befragten so. Nur 8% gehen von einer Verschlechterung aus.

Spürbare Erholung des spanischen Binnenmarktes

Noch positiver sind die Aussagen zur eigenen Geschäftslage. Sie wird von 94% der Unternehmen als gut, beziehungsweise zufriedenstellend bezeichnet. Nur 6% sehen eine negative Entwicklung. "Auch das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den Aussagen von vor zwei Jahren", stellte der Geschäftsführer der AHK Spanien, Walther von Plettenberg, bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Madrid fest. Doch sei die Krise für die meisten deutschen Firmen kein Desaster gewesen, da selbst in den Rezessionsjahren nur eines von fünf Unternehmen von einer schlechten Geschäftsentwicklung sprach. Ihr starkes Engagement im Export habe vielen geholfen, die Krise vergleichsweise gut zu überstehen. "Hingegen spielt in der aktuellen Umfrage der Umfang der Exportaktivitäten kaum noch eine Rolle bei der Bewertung der Geschäftslage", so von Plettenberg. "Das lässt sich als deutliches Zeichen der Erholung des spanischen Binnenmarktes werten."

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