Diversifizierte Lieferketten so wichtig wie nie

Gute Prognosen für die deutsche Exportwirtschaft: Deutsche Firmen dürften 2021 acht Prozent mehr exportieren, so der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK ). Bislang lag die Prognose bei sechs Prozent. Der DIHK befragte 4.500 auslandsaktive Unternehmen.

 

Impulse kommen derzeit vor allem aus China und den USA. Dort laufen die Geschäfte wieder rund. Weniger zuversichtlich zeigten sich die befragten Unternehmen bei ihren Engagements in Osteuropa und Südamerika. 45 Prozent der Firmen bezeichneten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, nur 14 Prozent als schlecht. Das ist ein deutlich positiveres Bild als bei der vergangenen Umfrage im Herbst. Besonders zuversichtlich ist die Industrie. Insgesamt rechnen 52 Prozent der Firmen in den kommenden zwölf Monaten mit besseren Geschäften, nur acht Prozent mit einer Verschlechterung.

Das Thema Lieferketten ist allerdings nach wie vor problematisch. Dies melden 40 Prozent der im Ausland aktiven Firmen. In den letzten Monaten haben Produktionsausfälle sowie Probleme in der Seefracht und ein Mangel an Containern zu Störungen im Welthandel geführt. In Konsequenz führte das zu einer Erhöhung der Transportkosten bei gleichzeitiger Verlängerung der Lieferzeiten.

Heute führte die IHK ein Webinar: Kanada & Südkorea - chancenreiche Partner bei Exporten und optimierter Lieferkette durch. Am Beispiel der beiden mit der EU per Freihandelsabkommen verbundenen Märkte, Kanada und Südkorea wurde aufgezeigt wie interessant diese als Absatz- aber auch Sourcing-Märkte sein können. Dass das Thema Lieferkette so wichtig wie noch nie ist zeigte nicht nur die Corona-Pandemie wie durch ein Brennglas. Diverse zurückliegende Handelskriege, der tendenzielle Anstieg von Handelsbarrieren weltweit aber auch die jüngste Havarie im Suezkanal zeigen die Verwundbarkeit der Lieferketten auf. So geht aus der DIHK-Umfrage "Going International 2021“ hervor, dass 2/3 der Unternehmen mit Lieferschwierigkeiten eine Änderung ihrer Lieferketten planen. Dabei sieht die Wirtschaft ein, wie wichtig es ist, neue Lieferanten in unterschiedlichen Märkten zu finden. Im oben erwähntem Webinar wurde deutlich, dass Kanada und Südkorea mit vielen drängenden Zukunftsthemen wirtschaftlich diversifiziert aufgestellt sind und damit ernstzunehmende Partner bei Sourcing, Export oder Aktivitäten rund um Kooperationen für die Wirtschaft Mainfrankens sein können.

Der IHK sind 70 Mainfränkische Firmen bekannt, die nach Südkorea exportieren und 10 Firmen die von Südkorea importieren. 71 Mainfränkische Firmen exportieren nach Kanada und 13 importieren kanadische Güte