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Einheitliche Mehrwertsteuer: EU-Aktionsplan

Brüssel (11.05.2016) - Die Kommission hat am Anfang April einen Aktionsplan im Bereich der Mehrwertsteuer angenommen, der den Weg zu einem einheitlichen europäischen Mehrwertsteuerraum ebnen soll.

Alle hierzu verfügbaren Informationen, Infoblätter und Fragen & Antworten finden Sie unter unter diesem Link.

Das gegenwärtige Mehrwertsteuersystem ist aus Sicht der Kommission zu aufwendig und zu kompliziert für Unternehmen, die ihre Tätigkeit über die Grenze ausdehnen wollen. Dies stellt insbesondere ein Problem für kleine Unternehmen dar, da die Kosten des grenzüberschreitenden Handels im Schnitt 11% höher sind als die des inländischen Handels.

Außerdem ist das derzeitige Mehrwertsteuersystem in Bezug auf den grenzüberschreitenden Handel zu anfällig für Betrug. Schätzungen zufolge verursacht der grenzüberschreitende Mehrwertsteuerbetrug in der Europäischen Union Steuerausfälle in Höhe von rund 50 Mrd.EUR pro Jahr.

Diese geltenden Vorschriften müssen umgestaltet werden, damit das Mehrwertsteuersystem einfacher und weniger betrugsanfällig wird und die Unternehmen die Vorteile des Binnenmarkts in vollem Umfang nutzen können. Das von der Kommission vorgeschlagene künftige Mehrwertsteuersystem beruht auf dem Grundsatz, dass Gegenstände und Dienstleistungen in dem Land zu besteuern sind, in dem sie verbraucht werden. Die Steuervorschriften für die Erhebung der Mehrwertsteuer von Kunden im Inland werden auf grenzüberschreitende Umsätze ausgeweitet.

Quelle: Europäische Kommission, Newsletter HWK für München und Oberbayern