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Fokus auf ... Japan

Starker Yen verbessert Kaufkraft japanischer Konsumenten! Japans Konzerne stehen so gut da wie schon lange nicht mehr, ...

die hohen Verluste des letzten Jahres scheinen fast vergessen.

Vor allem die hohe Nachfrage aus den Schwellenländern sorgte zuletzt für Auftrieb.

Dabei belastet der extrem starke Yen die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland. Gleichzeitig hat die starke Währung aber auch für einen Kaufkraftschub der japanischen Verbraucher geführt: Deutsche Unternehmen können davon beim Export nach Japan profitieren.

Das erste Geschäftshalbjahr ist abgeschlossen und ein Blick auf die Bilanzen der Unternehmen gibt Anlass zur Freude. Laut einer Untersuchung der Wirtschaftszeitung Nikkei machten die börsennotierten Firmen 320 Prozent mehr Gewinn als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während die Automobilhersteller im letzten Jahr noch kräftige Verluste hinnehmen mussten, konnten sie seit Anfang des neuen Fiskaljahres wieder deutliche Gewinne einfahren. Ähnlich positiv sieht es auch für die Elektronikindustrie aus. Endlich sind die Fabriken wieder ausgelastet. Der starken Auslandsnachfrage, vor allem aus China und den anderen asiatischen Ländern, und Konjunkturprogrammen sei dank.

Doch ganz so ungetrübt ist die Freude über die Gewinne japanischer Industrieunternehmen nicht. Das größte Sorgenkind ist die eigene Währung. Der japanische Yen tendiert derzeit auf einem 15-Jahreshoch zum US-Dollar. Die Firmen bleiben daher bei Investitionen im eigenen Land weiter vorsichtig. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich zur Verlagerung ihrer Fabriken in das kostengünstigere Ausland. Zuletzt verlegte Nissan die Herstellung des Kompaktwagens Micra nach Thailand. Auch Toyota will dort seine Produktion ausbauen.

Gegenüber dem Euro hat der Yen seit Jahresbeginn ebenfalls mehr als zehn Prozent aufgewertet. Für japanische Verbraucher bedeutet dies, dass sie europäische Waren nun günstig einkaufen können. In der Tat geben viele Einzelhändler Preisvorteile an die Verbraucher weiter. Industrieunternehmen wie etwa Autozulieferer bestätigen, dass sie wieder sehr einträgliche Margen in Japan erzielen.

Der Zeitpunkt für einen Markteinstieg in Japan ist also günstig. Dabei sollten sich Unternehmer aber im Klaren sein, dass der Markteintritt gut vorbereitet sein muss. Nippons Verbraucher gehören zu den anspruchsvollsten der Welt. Ihre Vorstellungen von Qualität und Service zu kennen und bereit zu sein, Produkte an die Bedürfnisse der japanischen Klientel anzupassen, ist Grundvoraussetzung für den Erfolg. Oft fängt dies schon bei der Verpackung an.

(Text:  Pascal Gudorf, AHK Japan, pgudorf(at)dihkj.or.jp, +81 3 5276 9811)

Artikel Marktchanchen in Japan aus  Wirtschaft – Das IHK-Magazin für München und Oberbayern – 10/2010

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