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Frankreich: Anforderungen der Entsendung gestiegen, Sanktionen verschärft

München (01.03.2017) - Die arbeitsrechtlichen Regelungen für eine Entsendung nach Frankreich reformiert und die diesbezüglichen Sanktionen bei Nicht-Einhaltung drastisch verschärft.

Es reagiert damit auf steigende Missbrauchszahlen und ein wachsendes Risiko eines Sozialdumpings durch entsandte Arbeiter.

Änderungen:

Folgende Änderungen bei der Entsendung wurden geregelt:

  • Entsandte Mitarbeiter müssen bei der örtlichen Arbeitsinspektion vorab angezeigt werden.
  • Dies muss zwingend elektronisch erfolgen.
  • Das Entsendungsunternehmen muss schriftlich und auf französisch einen Vertreter als Ansprechpartner für die Behörden vor Ort benennen.
  • Relevante Unterlagen müssen in französischer Sprache und der Arbeitsinspektion jederzeit zugänglich sein.
  • Pro entsandtem Mitarbeiter wird ein Betrag von 50 EuroVerwaltungsgebühr erhoben.
  • Des Weiteren gibt es neue Regelungen zur Arbeitnehmerentsendung im Rahmen eines Dienst-/Werkvertrages.

Hier wurden Überwachungspflichten und Garantiefunktionen auf den Leistungsempfänger bzw. Auftraggeber ausgedehnt. Hier muss nicht mehr nur der Auftraggeber für die Einhaltung der Entsendevorschriften sorgen, sondern auch der Leistungsempfänger. Durch diese Ausweitung der Auftraggeberhaftung müssen also ausländische Unternehmen damit rechnen, dass ihr jeweiliger französischer Vertragspartner zukünftig durch eine entsprechende Vertragsgestaltung versucht, sein Haftungsrisiko zu reduzieren.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartbner Ihrer IHK oder Handwerkskammer.

Quelle: HWK München, Betriebs-Berater, 3.2017