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Freihandelsabkommen EU - Japan

München (14.1.2015) - Seit 2012 verhandeln die EU und Japan über ein gemeinsames Freihandelsabkommen. ‎Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum zwischen beiden Regionen nachhaltig zu fördern.‎ Beide Partner forcieren eine schnelle Einigung bei Freihandelsabkommen.

Japan ist nach China der zweitgrößte Handelspartner der EU in Asien und trägt damit einen ‎großen Teil zum wirtschaftlichen Wachstum in der EU bei. Zusammen erwirtschaften die ‎Europäische Union und Japan ein Drittel des weltweiten BIP.‎

Über ein gemeinsames Freihandelsabkommen befinden sich beide Parteien seit Juli 2012 in ‎Verhandlungen. Das Freihandelsabkommen soll das Wirtschaftswachstum in beiden Regionen ‎zusätzlich stärken. Bisher wurde in sechs Verhandlungsrunden über die Ausgestaltung des ‎Abkommens diskutiert. ‎

Bis jetzt gibt es vier wichtige bilaterale Abkommen zwischen der Europäischen Union und Japan:‎
• das „Abkommen der gegenseitigen Anerkennung“;‎
• das „Abkommen über die Zusammenarbeit von wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen“; ‎
• das „Wissenschafts- und Technologieabkommen“ und ‎
• das „Abkommen über Zusammenarbeit und gegenseitige Amtshilfe“.‎
Diese sollen nun durch ein allgemeines Abkommen abgelöst werden.‎

Bei der Vehandlungsrunde im Juli 2014 wurde betont, welche Themen für die EU besonders ‎wichtig sind. Dazu gehören der Zugang von landwirtschaftlichen Produkten aus der EU zum ‎japanischen Markt, der Abbau von nichttariffären Handelshemmnissen, die gleichberechtigte ‎Berücksichtigung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen, und der Schutz von ‎Herkunftsbezeichnungen. ‎

Anfang Dezember 2014 fand die achte Verhandlungsrunde in Tokio statt. Die Partner diskutierten ‎hier erneut über Zölle, technische Handelsbarrieren und den Zugang zu öffentlichen ‎Ausschreibungen. Dienstleistungen, Investitionsregelungen, sowie Regelungen zur Sicherung von ‎Sauberkeit, Gesundheit, Kooperation und Transparenz waren weitere Themen.‎

Die nächste Verhandlungsrunde findet in der Woche vom 23. Februar 2015 in Brüssel statt. ‎

(Quelle: IHK München)