Grüner Wasserstoff: IHK-Organisation lotet Chancen für die deutsche Wirtschaft aus

Mit einer Webinarreihe unter der Überschrift H2Connect informiert die IHK-Organisation über Geschäftschancen für Wasserstofftechnologien.

Würzburg (31.05.2021) - Für die einen ist Wasserstoff der „game changer“ zur Erreichung der Klimaziele, für andere der „Champagner der Energiewende“, den man in Maßen konsumieren sollte. Weitgehend Konsens ist immerhin, dass neben der direkten Nutzung erneuerbaren Stroms für eine erfolgreiche Transformation zur Klimaneutralität grundsätzlich auch CO2-neutrale Gase notwendig sind. Für Deutschland wurde im Juni 2020 mit der Nationalen Wasserstoffstrategie ein integrierter Plan vorgelegt, um in Deutschland eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen und diesen Energieträger in der Industrie und im Verkehr zu nutzen.

Ein Jahr danach sind bereits zentrale Vorhaben auf den Weg gebracht worden. Im gesetzlichen Bereich ist die Übergangsregulierung für Wasserstoffnetze im Bundestag. Die EEG-Umlagenbefreiung für Strom, der zur Herstellung grünen Wasserstoffs verwendet wird, soll ebenfalls noch in dieser Wahlperiode beschlossen werden. Damit soll die Produktion deutlich günstiger werden. Die Unternehmen stehen in den Startlöchern, um den Wasserstoffmarkt hierzulande voranzubringen und auf globalen Märkten als Technologieanbieter zu punkten.

Webinarreihe "H2Connect" der IHK-Organisation vom 11. bis zum 27. Mai 2021

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die DIHK Service GmbH, die Industrie- und Handelskammern (IHKs) und die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) unterstützen mit Projekten und Expertise. Mit einer Webinarreihe unter der Überschrift H2Connect informiert die IHK-Organisation die Unternehmen daher vom 11. bis zum 27. Mai über Geschäftschancen für Wasserstofftechnologien auf Auslandsmärkten sowie Förderprogramme und regulatorische Rahmenbedingungen in Deutschland.

Zum Auftakt am 11. Mai steht die Verzahnung des internationalen und nationalen Wasserstoffmarkts über das neue Förderprogramm „H2 Global“ im Mittelpunkt. Mit diesem Instrument soll grüner Wasserstoff international beschafft und nach Deutschland importiert werden. Gefördert werden die erwarteten Mehrkosten, die bei der Herstellung des klimafreundlichen Wasserstoffs im Vergleich zu fossilem Wasserstoff anfallen. Wie H2 Global als Katalysator für den internationalen und nationalen Wasserstoffmarkt wirken kann, wird das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf der Veranstaltung vorstellen. Zugleich wird über die erreichten Meilensteine der Nationalen Wasserstoffstrategie berichtet.

Mit Blick auf die internationalen Märkte befassen sich mehrere Veranstaltungen mit den Geschäftschancen für deutsche Unternehmen in Nordafrika, Südafrika sowie in der Region Asien-Pazifik. Zwei weitere Onlineveranstaltungen richten den Blick auf Unternehmen, die in die Erzeugung und die Nutzung von Wasserstoff in Deutschland investieren möchten. Auf der einen Seite geben mehrere Bundesministerien einen Überblick über aktuellen Fördermöglichkeiten. Auf der anderen Seite zeigen Praktiker auf, wie die Herausforderungen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren für Elektrolyseure und Anwendungen von Wasserstoff gemeistert werden können.

Für alle DIHK H2Connect-Webinare besteht die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung auf der DIHK-Webseite. Organisiert werden die Veranstaltungen vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der DIHK Service GmbH, den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs).