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Hindernisse im europäischen Dienstleistungsbinnenmarkt: Konsultation (bis 15.11.2014)

Berlin (24.09.2014) - Der DIHK untersucht Hürden für Unternehmen. Zudem haben insbesondere KMUs bis ‎‎15.11.2014 Gelegenheit, an einer EU-Konsultation zum EU-Dienstleistungsbinnenmarkt ‎teilzunehmen.‎

Der DIHK hat im Frühjahr 2014 während eines Zeitraums von zwei Monaten unter den ‎deutschen Auslandshandelskammern in der EU sowie den Dienstleistungsreferenten der 80 IHKs eine Umfrage zu Hindernissen im Dienstleistungsbinnenmarkt ‎durchgeführt. Die rund 30 Beispiele aus zehn EU-Mitgliedstaaten wurden u. a. der Europäischen ‎Kommission übergeben.‎
Ob es um die Anerkennung einfacher nationaler Zertifikate wie eines Gabelstaplerscheins geht, ‎oder auch die Registrierung zu entsendender Mitarbeiter – zahlreiche bürokratische Hürden ‎erschweren noch immer das Geschäft über die europäischen Binnengrenzen hinweg. Das ist ‎das Ergebnis der Umfrage unter europäischen AHKs und den deutschen IHKs.‎

Sehr komplex sind demnach auch die Verfahren zur Teilnahme an öffentlichen ‎Ausschreibungen. Hinzu kommen die Bindung an Tarifverträge im Zielland sowie ‎unterschiedliche Steuergesetze und Versicherungspflichten. Die so genannten „einheitlichen ‎Ansprechpartner“, die die Unternehmen unterstützen sollen, sind keine große Hilfe, denn sie ‎sprechen oft nur ihre Muttersprache und etwas Englisch. Auch die auf Websites erhältlichen ‎Informationen sind in einigen Mitgliedstaaten nicht umfangreich genug sowie nicht in andere ‎Sprachen übersetzt. Das alles schreckt insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen ab, ‎die Vorteile des europäischen Binnenmarkts zu nutzen.‎
Der DIHK hat daher die Europäische Kommission, GD Binnenmarkt und Dienstleistungen, ‎aufgefordert, alle Hindernisse auf Kosten und Nutzen zu prüfen und das Prinzip der ‎gegenseitigen Anerkennung, wo möglich, weiter zu stärken.‎
Die Ergebnisse der Umfrage sind auf der Website des DIHK erhältlich.‎

Hier können Sie sich äußern!‎
Neue EU-Konsultation zu Dienstleistungen im EU-Binnenmarkt:‎
Die Zielgruppe der EU-Befragung umfasst alle Unternehmen, insbesondere KMU, die ‎grenzüberschreitend Dienstleistungen erbringen, sich in einem anderen Mitgliedstaat ‎niedergelassen, Dienstleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat in Anspruch genommen oder ‎dies bislang erfolglos versucht haben. Auch Interessenträger sind aufgefordert, eine ‎Stellungnahme einzureichen.‎
Anmerkungen können bis zum 15.11.2014 bei der EU-Kommission eingereicht werden. ‎
Die Konsultation in deutscher Sprache finden Sie hier.‎