Importförderung aus Kambodscha

Bonn (08.12.2020) - Das Import Promotion Desk (IPD) arbeitet in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern eng mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zusammen. Die Initiative unterstützt mit ihrer Expertise, Exporteure auf den EU-Markt vorzubereiten und ihnen direkte Kontakte zu europäischen Importeuren zu vermitteln.

Bei einem aktuellen GIZ-Projekt in Kambodscha übernimmt das IPD die Organisation der sogenannten „letzten Meile“. Ziel des Projekts ist es, das Wertschöpfungspotenzial der kambodschanischen Erzeuger zu erhöhen und langfristige Exportbeziehungen zu europäischen Importeuren aufzubauen.

In Zusammenarbeit mit der EuroCham Kambodscha und dem Arbeitskreis Deutsche Wirtschaft (ADW) vernetzt das GIZ-Programm „Global Business Network“ (GBN) Akteure aus dem Privatsektor mit der Entwicklungszusammenarbeit. Das GBN informiert lokale Unternehmen in Kambodscha zu Förder-, Finanzierungs- und Kooperationsangeboten, um die Geschäftsbeziehungen zwischen lokalen Unternehmen und europäischen Unternehmen nachhaltig zu verbessern. „Wir bringen die Privatwirtschaft in Kambodscha und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zusammen, um gemeinsame Projekte und Initiativen zu entwickeln“, sagt Dr. Bianca Untied, Koordinatorin des Global Business Network (GBN) Programms Kambodscha.

Natürliche Zutaten aus Kambodscha

„Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem IPD, der deutschen Initiative zur Importförderung: Das IPD unterstützt zum einen Produzenten von natürlichen Zutaten aus Kambodscha, auf den europäischem Markt Fuß zu fassen. Zugleich vermittelt es in Workshops wichtige Kompetenzen der Exportförderung an die Mitarbeiter des GBN sowie der lokalen EuroCham.“ Das IPD knüpft an die Arbeit der GIZ an, identifiziert exportfähige Produkte und Produzenten und vermittelt Kontakte zur Importwirtschaft. Derzeit schulen die IPD-Experten in Workshops die Firmen über die Marktanforderungen in Europa und bereiten sie auf die Gespräche mit potenziellen Handelspartnern vor. Ende November startet dann das virtuelle B2B Event des IPD zu Natürlichen Zutaten. Hier werden Produzenten aus Kambodscha ihre Produkte, wie z.B. Kampot-Pfeffer und getrocknete Früchte, europäischen Importeuren präsentieren. „In einer Zeit, die durch Kontaktbeschränkungen geprägt ist, ist die Arbeit des IPD wichtiger denn je“, sagt Dr. Julia Bellinghausen, Projektleiterin des IPD. „Das IPD bringt auch weiterhin – durch viele virtuelle Formate – Importeure und Exporteure zusammen. Trotz der COVID-19-Beschränkungen können so Exporteure neue Absatzmärkte erschließen und Importeure ihr Sourcing fortsetzen.“


Veranstaltungstipp: Die Beschaffung solcher Nischenprodukte ist Thema eines Webinars am 10. Dezember 2020 in der Reihe „Geschäftschancen in Kambodscha – Fokus Beschaffung", die der OAV in Kooperation mit dem GBN, dem Arbeitskreis Deutsche Wirtschaft, dem FAIR BAND (Bundesverband für fairen Import und Vertrieb e.V.) und der EuroCham Cambodia organisiert.