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Indonesiens Maschinenimporte bleiben 2017 schwach

Jakarta (21.08.2017) Indonesien muss einen Großteil seiner Fertigungstechnologie im Ausland einkaufen. Im Jahr 2016 belief sich die Einfuhr von Maschinen und Anlagen auf knapp 18 Milliarden US-Dollar. Gegenüber 2011 ist sie deutlich zurückgegangen. Auch 2017 dürften die Branchenimporte weiter schrumpfen, wenn auch nur leicht.

Mit einer Trendwende ist möglicherweise erst 2018 zu rechnen. Die VR China hat sich zum wichtigsten Zulieferer entwickelt. Darunter leidet vor allem die japanische und deutsche Konkurrenz.

Zwischen 2012 und 2016 sind Indonesiens Warenexporte stetig gesunken. Um die Handelsbilanz nicht ins Minus rutschen zu lassen, beschränkten die Behörden mit Nachdruck die Importe. Dabei setzten sie auf nichttarifäre Handelshemmnisse. Das machte sich insbesondere im Handel mit Maschinen und Anlagen bemerkbar, denn der Archipel muss einen Großteil seiner Fertigungstechnologie im Ausland einkaufen.

Zum wachsenden Protektionismus gesellte sich eine abflauende Konjunktur. Lag das reale Wirtschaftswachstum in den drei Jahren 2010 bis 2012 noch bei jeweils über 6%, rutschte es 2015 auf unter 5 Prozent. Ein solcher Wert kommt im erfolgsverwöhnten Indonesien bereits einer Minikrise gleich. Im Jahr 2016 zog die Konjunktur ein wenig an. Das BIP-Wachstum lag aber nur um 0,14 Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis.

Zwischen 2011 und 2016 sanken die Maschineneinfuhren um 28 Prozent

Die Maschinen- und Anlagenimporte waren in Folge deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2016 sanken sie um fast 8% auf unter 18 Milliarden US$. Gegenüber dem Rekordjahr 2012 mit 25 Milliarden US$ ergab sich damit ein Minus von 28 Prozent. Im Vergleich zu den Gesamtimporten machten die Maschineneinfuhren aber 2011 und 2016 rund 13% aus. Die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferungen blieb damit unverändert hoch.

Zahlreiche ökonomische Parameter haben sich aber verbessert. Die indonesische Rupiah, die zwischen 2012 und 2015 massiv an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren hatte, erholte sich im Laufe des Jahres 2016 und war in den ersten beiden Quartalen 2017 erstaunlich stabil. Damit werden Importe billiger. Die Rohstoffpreise - Indonesien ist ein wichtiger Exporteur von Bodenschätzen - haben sich ebenfalls erholt.

Noch spiegelt sich die verbesserte Gesamtlage aber nicht in den Einfuhrstatistiken wider - zumindest nicht bei Maschinen und Anlagen. So legten laut Statistikamt BPS zwar die wertmäßigen Gesamtimporte (ohne Erdöl und Gas) in den ersten sechs Monaten 2017 um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Für die Kategorie Maschinen und Anlagen (HS-Zolltarifposition 84) verzeichnete die Behörde aber ein Minus von 6 Prozent. Bei anderen Investitionsgüterimporten - etwa Eisen und Stahl, organischen Chemikalien oder Kunststoffen - registrierte sie indes kräftige Zuwächse.

Maschineneinfuhren auch 2017 rückläufig

Warum kann der Maschinenbau nicht vom Aufschwung profitieren? Die Ursache liegt in der Konjunktur der Abnehmerbranchen. Der Automobilsektor, einer der größten Nachfrager, schwächelt. Im Jahr 2015 waren die Kfz-Neuzulassungen um 16 Prozent eingebrochen, 2016 legten sie nur um 5 Prozent zu. Im 1. Halbjahr 2017 stagniert der Absatz. Entsprechend schwach war die Nachfrage nach Metallbearbeitungsmaschinen.

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