Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Mit Chinas Umstrukturierung sind viele Chancen verbunden

Berlin (08.11.2016) - Darauf, dass mit der aktuellen Umstrukturierung der Wirtschaft in China von einer investitions- und exportgetriebenen hin zu einer konsum- und technologiebasierten sowie umweltbewussten Ökonomie viele Chancen verbunden seien, hat Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen.

"Diese wollen wir als deutsche Wirtschaft wahrnehmen", sagte Schweitzer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im Rahmen der Reise von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel "können wir einen offenen Austausch pflegen und auch Herausforderungen konstruktiv beraten", fügte er hinzu. Der Abbau von Marktzugangs- und Handelsbarrieren für deutsche Unternehmen in China bleibe ein wesentliches Thema im Gespräch mit den chinesischen Partnern.

"Im Interesse der deutschen Wirtschaft heißen wir ausländische Investitionen in Deutschland willkommen", betonte der DIHK-Präsident. Das große Interesse an Deutschland chinesischer Investoren sei häufig auf den guten Ruf des hiesigen Mittelstands und auf seine Erfahrung im internationalen Geschäft zurückzuführen, erläuterte er.

Aus unternehmerischer Sicht getroffene Investitionsentscheidungen sollten von der Politik nicht in Frage gestellt werden, solange sie sich im gesetzlichen Rahmen bewegten, stellte Schweitzer klar. Gleichzeitig setzten die deutschen Unternehmen auf mehr Offenheit auf chinesischer Seite, um in der Volksrepublik auch in technologisch interessanten Bereichen gleichberechtigt mit chinesischen Unternehmen ungehindert aktiv werden zu können.

"Angesichts dieses beidseitigen Engagements plädieren wir für rasche Fortschritte bei den Verhandlungen zu einem Investitionsabkommen zwischen der EU und China." Das Abkommen solle weitere Barrieren abbauen und einen transparenten, einheitlichen Rahmen für Investoren schaffen, so der DIHK-Präsident.