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Neue Chancen und Möglichkeiten in Afrika für kleine europäische Unternehmen

München (19.10.2015) - Liisa Petrykowska von der Firma Ignitia hat Erfahrung darin, ihr Geschäft auf den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara auszudehnen. Als Botschafterin für das KMU-Instrument unter Horizont 2020 im Rahmen der Veranstaltung „EU-SUB SAHARAN AFRICA“ der EXPO in Mailand erklärte Liisa, wie sie neue Entwicklungsmöglichkeiten für ihr Geschäft in Ghana entdeckt hat.

Ignitia ist eine High-Tech-Firma und ein sozial ausgerichtetes Unternehmen, welches das erste präzise, tropische Wettervorhersagemodell entwickelt hat. Zuerst sah es danach aus, dass eher die Hölle zufriert, als dass es gelingt, tropisches Wetter exakt vorherzusagen. Aber nach und nach wurden die Algorithmen und Vorhersagemodelle des Teams immer präziser, es kam Licht ins Dunkel und die erste zuverlässige tropische Wettervorhersage war geboren. Ignitia hat eine Plattform geschaffen, die für kleine Landwirte in Westafrika gedacht ist. Sie erhalten, in Zusammenarbeit mit großen Telekommunikationsfirmen, täglich eine Wettervorhersage per SMS. Kürzlich hat Ignitia ein neues Unternehmen in Lagos (Nigeria) gegründet und wird bald nach Mali expandieren.

Sechs weitere Firmen, die unter dem KMU-Instrument gefördert werden – Ibispower, Watly, Schwungrad, RR Projects, IPTsat und Fresnex – hatten sich ebenfalls auf den Weg zur EXPO MILANO 2015 gemacht, um ihre Gegenüber aus dem Afrika südlich der Sahara zu treffen. In der dritten Phase des KMU-Instruments bekommen Firmen nicht nur Unterstützung beim Zugang zu Risikofinanzierung, sie erhalten außerdem Training und Beratung, wie ihr Projekt in ein marktreifes Produkt überführt werden kann. Die gemeinsamen Tage der Zusammenarbeit waren eine Gelegenheit, um neue Geschäftsmöglichkeiten im südlichen Afrika zu entdecken, um Cluster, Forschungszentren und Firmen zu treffen und um zu diskutieren, wie man neue geografische Märkte erschließen kann.

Weil die Märkte südlich der Sahara sehr schnell wachsen, gibt es dort zahlreiche Möglichkeiten für europäische Innovationen. Mit der richtigen Unterstützung können KMUs von dieser Chance für ihre Technologien profitieren. Eines der Werkzeuge, um KMUs in dieser Region zu unterstützen, ist Agrifal, ein neues EU-Instrument, das Unterstützung für wachsende Geschäftsmöglichkeiten bieten wird.
Die Veranstaltung brachte 350 europäische und afrikanische Firmen, Cluster und Forschungszentren zu mehr als 550 Geschäftstreffen zusammen. Sie konzentrierte sich auf an das Hauptthema der EXPO 2015 angelehnte Spezialthemen vor allem auf den Nahrungsmittelbereich, Technologien und Dienstleistungen für die Landwirtschaft.

(Quellen: BayFOR/EASME)