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Perspektiven schaffen gegen Flucht und für Rückkehr nach Afghanistan

Kabul (18.04.2016) - Mit deutscher Unterstützung sollen die Perspektiven für die Menschen in Afghanistan weiter verbessert und Rückkehrer verstärkt unterstützt werden. Darauf einigen sich Vertreter beider Länder bei ihren Gesprächen in Kabul über die künftige Entwicklungszusammenarbeit.

Gemeinsames Ziel ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung spürbar zu verbessern und so den Menschen im Land eine Lebensperspektive zu bieten. Damit schafft die Entwicklungszusammenarbeit konkrete Anreize für die Rückkehr von geflüchteten Afghanen. Durch Beschäftigungs- und
Existenzgründungsförderung  unterstützt das BMZ die Reintegration von Rückkehrern vor Ort.

Die stark angestiegene Migration von Afghaninnen und Afghanen nach Europa im vergangenen Jahr zeigt, wie wichtig es ist, den Menschen im eigenen Land Zukunftsperspektiven zu bieten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird daher Programme zur Beschäftigungsförderung im ländlichen Raum ausbauen. Darüber hinaus plant das BMZ die Einrichtung eines Informationspunktes, bei dem sich Afghaninnen und Afghanen über Beschäftigungsmöglichkeiten, Kleinkredite und
Existenzgründungsförderung als Alternativen zur Migration und als Starthilfen nach einer Rückkehr aus dem Ausland informieren können.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Die Menschen in Afghanistan wollen eine friedliche Zukunft im eigenen Land.  Dazu müssen sie sich sicher fühlen und eine Perspektive für sich und ihre Familien haben. Die afghanische Regierung trägt hier die Hauptverantwortung. Wir unterstützen sie, indem wir die  Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramme ausbauen. Unsere Unterstützung hängt dabei eng an den Reformverpflichtungen unserer afghanischen Partner. Ich erwarte, dass die afghanische Regierung entschlossen die Korruption im Land bekämpft und die afghanische Wirtschaft stärkt - denn nur dies schafft dauerhaft Arbeitsplätze für die vielen jungen Menschen als Alternative zum Extremismus und der Migration nach Europa.

Deutschland unterstützt auch bei Bildung und Ausbildung, beim Aufbau von Rechtsstaat und Verwaltung und einer verbesserten Energie- und Wasserversorgung in Afghanistan. Hierfür hat die Bundesregierung neue Mittel in Höhe von 124 Millionen Euro zugesagt. Weitere rund 80 Millionen Euro werden an die Umsetzung der angekündigten Reformen in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, gute Regierungsführung, Stärkung der Wirtschaft und beim Zoll geknüpft. Damit ist Deutschland nach den USA und Japan der drittgrößte bilaterale
Geber Afghanistans

 

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