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Polen konsumieren höherwertige Alkoholika

Warschau (25.07.2017) Die Polen legen zunehmend Wert auf Qualität bei der Auswahl alkoholischer Getränke. Das gilt sowohl für Spirituosen als auch für Wein und Bier. Dieser Trend eröffnet auch deutschen Anbietern Zulieferchancen. Beim Bier stehen allerdings regionale Geschmacksrichtungen hoch im Kurs.

Immer mehr kleinere Brauereien entstehen und investieren in Produktionskapazitäten. Gerade im Sommer ist auch Cider beliebt, den Polen in immer größeren Mengen herstellt.

Bier bleibt Nummer 1

Während wertmäßig die Verkäufe von alkoholischen Getränken in Polen zunehmen, unterliegt der mengenmäßige Absatz gewissen Schwankungen. Lediglich der Weinkonsum stieg im Verlauf der vergangenen Jahre kontinuierlich. Dieser Trend dürfte weiter anhalten, da noch ein erhebliches Wachstumspotenzial besteht. Das mit Abstand beliebteste Getränk ist jedoch Bier.

Daswachsende Angebot an Weinen in Discountmärkten trägt in starkem Maße zu deren Verbreitung bei. Immer beliebter wird Wein aus der Republik Moldau; Polen nimmt bereits ein Viertel der dortigen Produktion ab. Gleichzeitig ist trockener Wein gehobener Qualität laut der Vertriebsfirma für Importwein, Partner Center, zunehmend gefragt.

In Polen selbst werden nur kleine Mengen von Wein hergestellt. In der Saison 2016/17 waren 152 Produzenten registriert. Obstweine einschließlich Cider haben eine größere Bedeutung. Im Jahr 2016 wurden laut Statistischem Hauptamt GUS insgesamt 77,6 Mio. l Wein abgefüllt (-12%); 2013 waren es noch 94,6 Mio. l. In den ersten fünf Monaten 2017 lag die Menge bei 270.000 hl (-1,1%). Die Erzeuger beklagen nicht eindeutige Klassifizierungen solcher Getränke, wodurch sie mit höheren Verbrauchsteuern etwa für Spirituosen belegt werden können.

Wodka überschwemmt Frankreich

Die Produktion von Wodka erreichte in den ersten fünf Monaten 2017 mit 360.000 hl fast den Vorjahresstand (Januar bis Mai 2016: 361.000 hl). Wodka wird verstärkt exportiert. Frankreich ist das mit großem Abstand wichtigste Abnehmerland, das 2016 Wodka im Wert von 86,0 Mio. Euro bezog (2015: 72,5 Mio. Euro).

Das drittwichtigste Abnehmerland Ungarn erhebt allerdings seit 2017 eine Gesundheitssteuer auch auf Kräuterschnäpse, was die Liefermöglichkeiten dorthin einschränkt. Polen sucht daher alternative Absatzmärkte wie Vietnam, Indien, Südafrika und Lateinamerika, wie der Vorsitzende der Vereinigung Polska Wodka, Andrzej Szumowski, mitteilte. Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes der Polnischen Spirituosenindustrie ZPPPS (http://www.zppps.pl), Leszek Wiwala, sieht gute Chancen für eine künftige dynamische Exportentwicklung in den USA.

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