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Polen testet Energiespeicher

Warschau (25.05.2016) Trotz weiterhin unklarer Zukunft der polnischen Politik im Bereich erneuerbare Energien (EE) treffen die großen Energiekonzerne Vorbereitung für ihren breiteren Einsatz. Einer der entscheidenden Bausteine ist die Energiespeicherung. Ein Pilotprojekt soll bereits im Herbst 2016 ans Netz gehen. Weitere sind in der Vorbereitung, ihre Realisierung wird aber noch mindestens zwei Jahre dauern.

Die polnische Regierung arbeitet an einer umfangreichen Novelle des erst im April 2015 verabschiedeten Gesetzes über erneuerbare Energien. Einen konkreten Entwurf gibt es noch nicht, aber aus Aussagen von Ministeriumsvertretern geht eindeutig hervor: Auf die größte Unterstützung dürfen stabile Stromlieferquellen zählen. Außer Biogas, Biomasse und Mitverfeuerung werden EE-Cluster ins Gespräch gebracht. Diese vereinen mindestens zwei verschiedene grüne Quellen, die sich gegenseitig absichern. Stromproduzenten und Netzbetreibern steht aber noch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung um die Einspeisekapazitäten zu stabilisieren - Energiespeicher.

Der Netzbetreiber Energa Operator verkündete Ende April das erste lokale Bilanzierungsgebiet (Lokalny Obszar Bilansowania; LOB) zu Forschungszwecken einrichten zu wollen. Das Herzstück des Systems wird ein 1,5 MWh fassender Energiespeicher auf Basis von Lithium-Ionen-Akkus sein. Die Ausführung übernimmt ein Konsortium unter Leitung des polnischen IKT-Dienstleisters Qumak. Die Firma will mit Unterstützung des Softwarehauses MySoft (mysoft.ornak.pl), des Batterielieferanten Commener (commener.com) und des Infrastrukturbauers Trakcja PRKiI die 750 kW starke Anlage binnen 22 Wochen, also bis Mitte September 2016, betriebsbereit übergeben.

Bessere Bilanzierung durch Sonnenkraft

Als Ergänzung des knapp 2 Mio. Euro teuren Energiespeichers soll um die pommerische Stadt Putzig (Puck) den bestehenden Wind- und Biogasanlagen eine 84 kW starke Fotovoltaik-Anlage zur Seite gestellt werden. Anhand des LOB will Energa Operator zusammen mit der Danziger Filiale des Energieinstituts  und der Universität Grünberg  bis 2018 neue Systemdienstleistungen und Regulierungsprozesse erforschen, die später eine breitere Anwendung finden sollen. Das gesamte Projekt wird mit Mitteln des vom Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung sowie dem Nationalen Funds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft aufgelegten Programms Öko-Konzepte-Generator unterstützt.

 

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