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Produktmärkte in Norwegen 2017

Oslo (01.12.2016) Die Auftragseingangserwartungen, insbesondere in der Investitionsgüterindustrie, und das allgemeine Geschäftsklima haben sich in Norwegen nach Untersuchungen des Statistikamts (SSB) vom 1. bis 3. Quartal 2016 verschlechtert. Die Investitionen des Maschinenbaus sollen 2016 und auch 2017 noch einmal zurückgehen. Ein solides Wachstum verzeichnet der Anlagenbau. Die Untersee-Stromleitung NordLink soll ab 2019 den Austausch erneuerbarer Energien zwischen dem Königreich und Deutschland ermöglichen.

Maschinenbauindustrie: Investitionen erhöht

Norwegens Maschinenbau ist stark technologiebasiert und forschungsintensiv. Im Rahmen des NAP-Projekts arbeiten Partner aus Industrie und Forschung an Lösungen für eine Null-Fehler-Fertigung in den Bereichen Automation und Autonomie. Norwegen deckt eine ganze Bandbreite von Know-how und Dienstleistungen ab, die die gesamte Wertschöpfungskette der Öl- und Gaswirtschaft umfassen. Im Zuge der starken Abhängigkeit vom Ölgeschäft meldete die Branche in den ersten drei Quartalen 2016 einen Orderrückgang um über 26%. Das Auftragsminus betraf zwar vor allem das Auslands- (-31%), aber auch das Inlandsgeschäft (-19%). Nach Schätzungen des Statistikamts werden die Investitionen im norwegischen Maschinen- und Anlagenbau 2016 um fast ein Drittel und 2017 nochmals um 15 bis 18% zurückgehen.

Chemieindustrie: Regierung gibt Geld für neue CCS-Projekte

Im Zuge des gesunkenen Ölpreises ist der Umsatz in der Chemiebranche, der zum Großteil auf das Konto der Petrochemie geht, nach zwei rückläufigen Jahren vom 1. bis 3. Quartal 2016 erneut eingeknickt (um 13%, im Inlandsgeschäft nur um 8%). Die Regierung in Oslo will Pläne zur Abscheidung und Speicherung von CO2 wiederbeleben und hat neue Versuche mit der CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) bei drei Industrieanlagen angekündigt; für das Pilotprojekt will sie 360 Mio. nkr im Haushalt 2017 bereitstellen. Ein wichtiges Forschungsfeld in Norwegen sind auch Biochemikalien, um erdölbasierte Rohstoffe zu ersetzen. Das norwegische Pharmaunternehmen Nordic Nanovector und die deutsche Heidelberg Pharma wollen künftig gemeinsam Leukämiemedikamente entwickeln.

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