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Schweizer Chemieindustrie investiert zurückhaltend

Zürich (22.11.2016) Die chemische Industrie ist in der Schweiz seit Jahren die bedeutendste Exportbranche, wobei der Anteil der Pharmazie stetig wächst. Die inländische Bruttowertschöpfung des Segmentes chemische Erzeugnisse betrug 2014 laut offizieller Statistik 5,5 Milliarden Euro, die des Pharmasektors 23 Milliarden Euro sowie die der Kunststoffindustrie 2,3 Milliarden Euro. Aufgrund der starken Aufwertung des Franken sind die meisten Unternehmen mit Investitionen sehr zurückhaltend.

Die Frankenaufwertung vom Januar 2015 machte auch vor der chemisch-pharmazeutischen Industrie nicht Halt. Der Umsatz der Pharmabranche fiel 2015 gemäß Bundesamt für Statistik (BFS) um 6,4%, derjenige der chemischen Industrie um 0,9% (gegenüber 2014). Dies ist in erster Linie auf stark sinkende Produzentenpreise (Chemie: -2,8%; Pharma: -5,9%; jeweils im Vergleich zu 2014) und weniger auf Produktionsrückgänge zurückzuführen. Die Produzentenpreise sanken aufgrund der Frankenaufwertung und der fallenden Preise für wichtige Vorerzeugnisse wie Erdöl.

Trotz der deutlichen Preisrückgänge traf die Aufhebung der Euro/Franken-Wechselkursuntergrenze die Branche aber weniger stark als andere Industriesektoren. Die oft global operierenden Unternehmen haben eine vergleichsweise tiefe Franken-Kostenbasis.

Der Ausblick für 2016 ist indes günstig. So rechneten die vom Züricher Konjunkturinstitut KOF befragten Firmen im Januar und Februar 2016 für die kommenden Monate mit einer gegenüber 2015 steigenden Produktion. Ein positives Bild zeichnet auch die Großbank UBS in ihrem Economic Outlook zum 3. Quartal 2016: "Wie es sich bereits in den vorangehenden Monaten akzentuiert hatte, unterschied sich die wirtschaftliche Situation je nach Industriebranche. In der Chemieindustrie lief es am besten; die Geschäftslage erholte sich im zweiten Quartal leicht und wurde als gut eingeschätzt." So erklären sich auch die überraschend guten Produktionszahlen der Gesamtbranche für das 1. Halbjahr 2016.

Detaillierte Produktionsstatistiken liegen allerdings nicht vor. Da in den einzelnen hier betrachteten Segmenten (außer Petrochemie) die Exportquote bei durchschnittlich 95% liegt, können ersatzweise die Ausfuhren als Indikator für die Produktionsentwicklung herangezogen werden (siehe unten).

Agrarchemieproduzent Syngenta dürfte kräftig investieren

Die Produktion von Agrarchemikalien konzentriert sich in der Schweiz auf Pflanzenschutzmittel. 2015 konnte sie zulegen, war allerdings im 1. Halbjahr 2016 tendenziell rückläufig.

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