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So war´s: Unternehmer tauschten Erfahrungen im Auslandsgeschäft aus

Bamberg (23.06.2014) - Der Unternehmerabend „Das kleine 1x1 des Exports - Unternehmen berichten Unternehmern“ führte im Mai in Bamberg im Auslandsgeschäft erfahrene und weniger erfahrene Unternehmer aus Industrie, Dienstleistung und Handwerk zum Erfahrungsaustausch zusammen.

Die IHK für Oberfranken organisierte gemeinsam mit der Bayern Handwerk International GmbH, beide Partner im Enterprise Europe Network, und der Handwerkskammer für Oberfranken diese Abendveranstaltung.
 
Persönliche Kontakte sind oft entscheidend
 
Jens Mette, Vertriebsleiter der WOLF Naturprodukte GmbH aus Stadelhofen, berichtete aus seiner langjährigen Praxis im Vertrieb. Ein „Gefühl“ für sein Produkt und den Markt sollte man haben, so Mette. Hohes persönliches Engagement gehöre ebenso zu einem erfolgreichen Vertrieb wie gute Kenntnisse von potenziellen Absatzmärkten und Kunden. Sprachkenntnisse sind ebenso ein Muss wie der persönliche Kontakt zum Kunden, den man sich, gleich auf welchem Markt, mit Geduld und Verständnis aufbauen sollte. Das sei ebenso wie die Zuverlässigkeit und Flexibilität ein Wettbewerbsvorteil kleinerer Unternehmen gegenüber den meist anonymen „Großen“.
 
Systematisches Erschließen von Auslandsmärkten als Grundlage für Erfolg
 
Kerstin Rank, Inhaberin der Firma ehrensache e.K. aus Bayreuth, setzt beim Vertrieb ihrer Taschen und Accessoires, die aus ausgemusterten Rettungswesten von Flugzeugen hergestellt werden, vor allem auf Nachhaltigkeit als Verkaufsargument. Eine systematische Marktrecherche geht bei ihr nahezu jeder Überlegung für einen neuen Markt voraus. Eine große Unterstützung sind ihr dabei die deutschen Auslandshandelskammern. Genutzt hat sie auch die Möglichkeiten des bayerischen Förderprogramms „Go International“, mit dessen Hilfe sie Vertriebswege in Japan erschlossen, ihr Produkt auf diesem Markt bekannt gemacht und so den Einstieg in den japanischen Markt geschafft hat, den sie heute auch mit neuen Produkten bedient. Mit den dabei gewonnenen Erfahrungen habe sie ihr Auslandsgeschäft weiter ausbauen können, so Kerstin Rank. In ihrem kleinen Unternehmen gehören auch der Gebrauchsmusterschutz sowie Bonitätsprüfungen von Kunden zum „kleinen Einmaleins“ des Exports.
 
Dem Kunden Vorteile bieten
 
Michael Rehner von der WT Metall GmbH & Co. KG aus Bamberg, einem Handwerksunternehmen, das sich auf die Herstellung von Fahrzeuganhängern für Hunde spezialisiert hat, bestätigte aus seiner Praxis, dass es wichtig sei, sich damit auseinander zu setzen, was der Kunde möchte, und diesem dann die konkreten Vorteile aufzuzeigen, die das Produkt für ihn haben kann. Qualität und Zuverlässigkeit seien auch in seinem Unternehmen ein wichtiges Verkaufsargument. Dafür sei dessen Kundenkreis auch bereit entsprechende Preise zu zahlen.
 
Unterschiedliche Fördermöglichkeiten nutzen
 
Josef Rauh, Seniorchef der Rauh SR Fensterbau GmbH aus Zapfendorf, berichtete aus seiner langjährigen unternehmerischen Praxis und seine Erfahrungen beim Aufbau des Auslandgeschäfts. Messen seien seine „Leidenschaft“, darüber habe er viele nützliche Kontakte knüpfen können.
Auch sein Unternehmen hat bereits als eines der ersten 2006 die Möglichkeiten des bayerischen Förderprogramms „Go International“ genutzt und einen Vertriebspartner in Irland gefunden. Kontakte mit einem weiteren dänischen Geschäftspartner haben dazu geführt, dass es gelungen sei, gemeinsam mit dem dänischen und irischen Partner ein EU-Forschungsprojekt durchzuführen. In diesem haben die Unternehmen ein innovatives Lüftungssystem für Verbundfenstersysteme entwickeln können, das den Wärmeverlust in Gebäuden um fast 25 Prozent reduzieren kann.
 
Und Josef Rauh gab den anwesenden Unternehmern, die noch wenig Auslandserfahrungen haben, einen wertvollen Rat: Erst das Unternehmen stabilisieren und dann ins Auslandsgeschäft einsteigen, denn dieses brauche Geduld und vor allem auch die notwendigen finanziellen Mittel.
 
In anschließenden Erfahrungsaustausch äußerten die Teilnehmer den Wunsch, solche Unternehmerabende weiterhin durchzuführen. Dies greift die IHK Bayreuth gerne auf: Interessenten melden sich bitte bei Cornelia Kern, 0921 886-152, kern(at)bayreuth.ihk.de