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Stimmungsbild deutscher Firmen in den USA nach Wahl uneins

New York City/Berlin (23.12.2016) - Deutsche Unternehmen in den USA sind sich uneinig über die Auswirkungen der US-Wahl auf ihr Geschäft. Dies ergab eine Anfang Dezember in New York vorgestellte Umfrage.

Deutsche Unternehmen in den USA sind sich uneinig über die Auswirkungen der US-Wahl auf ihr Geschäft. Dies ergab eine Anfang Dezember in New York vorgestellte Umfrage German American Business Outlook (GABO) der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern in Zusammenarbeit mit dem Delegierten der deutschen Wirtschaft in Washington,D.C.(RGIT) und Roland Berger Strategy Consultants. Demnach erwarten 30 Prozent der befragten Unternehmen positive Entwicklungen unter der neuen Regierung während 28 Prozent negative Auswirkungen befürchten.

Unternehmen sind zuversichtlich

Immerhin 42 Prozent gaben an, durch den Wahlausgang keine geschäftlichen Auswirkungen zu erwarten. Fast alle Unternehmen (98 Prozent) sind zuversichtlich, dass sich ihr Geschäft im nächsten Jahr weiterhin positiv entwickeln wird. Trotz der überwiegend optimistischen Haltung stehen insbesondere die Automobilindustrie, der Gesundheitssektor sowie die herstellende Industrie dem Wahlausgang eher skeptisch gegenüber. Dennoch gab nur ein Prozent aller befragten Unternehmen an, ihren Fokus auf den US-Markt 2017 zu verringern. 85 Prozent planen außerdem neue Stellen zu schaffen. Als Toppriorität für die neue Regierung nannten mehr als die Hälfte der Teilnehmer die Erweiterung von Freihandelsabkommen (58 Prozent), eine umfangreiche Steuerreform (60 Prozent), Fördergelder für Investitionen (55 Prozent), den Ausbau von Ausbildungs- und Trainingsprogrammen (52 Prozent) sowie eine Verbesserung der Infrastruktur (52 Prozent).

„Die Umfrage zeigt, dass sich deutsche Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren einen bedeutenden Kundenstamm in den USA aufgebaut haben, basierend auf einer stetig wachsenden Nachfrage von deutschen Produkten und Dienstleistungen. Diese Faktoren werden sich auch mit der neuen Regierung nicht ändern,“ sagt Martin Richenhagen, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern und President & CEO der AGCO-Corporation. Die Befragten benannten Kundennachfrage (87 Prozent) und Kundennähe (57 Prozent) als Hauptgründe für künftige Investitionen in den USA.

Weitere Umfrageergebnisse finden Sie in der Pressemitteilung.

Quelle: Deutsch-Amerikanische Handelskammern