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Subsahara-Afrika im Sog niedriger Rohstoffpreise

Bonn (08.08.2016) - Die Talfahrt der Preise für Rohstoffe wie Erdöl, Kupfer, Kohle, Uran, Bauxit usw. macht vielen Ländern südlich der Sahara schwer zu schaffen, wie Germany Trade & Invest (GTAI) berichtet. Wachstum und Investitionen schwächeln.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts von 3,3 auf 1,6% reduziert. Ausländische Investoren waren dem aktuellen World Investment Report zufolge 2015 zurückhaltend. Wer in Subsahara-Afrika investiert, wählt hierfür zunehmend konsumnahe Bereiche.

Der Verfall der Rohstoffpreise wirft lange Schatten auf die wirtschaftliche Entwicklung in Subsahara-Afrika. Im Juli hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für 2016 drastisch zurückgenommen auf 1,6%. Noch im April war die Einschätzung mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 3,3% wesentlich optimistischer ausgefallen. In der deutlichen Korrektur nach unten spiegeln sich, so die IWF-Experten, vor allem die gravierenden Schwierigkeiten der beiden Wirtschaftsgiganten Nigeria und Südafrika wider.

Während sich die Kaprepublik auf Stagnation einstellen muss, soll die nigerianische Wirtschaft sogar um 1,8% schrumpfen. Beim größten Ölproduzenten Afrikas wird die Lage gekennzeichnet durch Devisenmangel infolge wegbrechender Öleinnahmen, Energieknappheit und fehlendes Vertrauen der Investoren.

Gerade daran hatte es in vielen Ländern südlich der Sahara bereits 2015 gemangelt. Nur rund 41 Mrd. US$ waren es, die als ausländische Direktinvestitionen (FDI) in die Region geflossen sind. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Minus von 11,2% bei einer gleichzeitigen globalen Ausweitung der FDI-Zuflüsse um fast 40% auf 1.762 Mrd. US$. Diese negative Bilanz zieht der aktuelle World Investment Report (WIR) von UNCTAD. Nordafrika hingegen ist in der Gunst der Investoren erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen (8,8% auf 12,7 Mrd. US$), sodass der gesamte Kontinent knapp 54 Mrd. US$ an FDI-Zuflüssen verzeichnen konnte (-7,2%).

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(Quelle: GTAI-Newsletter)