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Taiwan erwartet Boom beim Online-Shopping

Taipei (18.05.2016) Taiwan will Online-Einkäufe weiter erleichtern. Dazu wird an Verbesserungen des gesetzlichen Rahmens, der Infrastruktur und des Angebots gearbeitet. Abgesehen von erwarteten Umsatzsteigerungen im E-Commerce soll eine Reihe von Branchen davon profitieren, nicht zuletzt der Logistikbereich und die Finanzbranche. Beim Online-Shopping werden mobile Plattformen, mobile Geräte und mobile Anwendungen an Bedeutung weiter zulegen, zumal dies bei der jungen Generation längst zur Normalität gehört.

In Taiwan soll sich der E-Commerce-Umsatz im B2C-Bereich (Business to Consumer) zwischen 2015 und 2020 in etwa verdoppeln. Dieses Ziel hat das Ministry of Economic Affairs (MOEA) gesetzt und Anfang 2016 entsprechende Fördermaßnahmen angekündigt. Online-Geschäfte sollen weiter erleichtert, die notwendige Infrastruktur entwickelt und die Internationalisierung vorangetrieben werden.

Acht Branchen stehen im Fokus der Förderung: dazu gehören der Online-Verkauf von Agrarerzeugnissen, digitales Lernen, digitales Publizieren, Internetbanking, Online-Spiele, Video und neue Medien, Tourismus und nicht zuletzt der Einzelhandel. Dies zieht auch mehr Aktivitäten von anderen Dienstleistern nach sich, wie von Logistik-Firmen, Webseiten-Entwicklern oder Unternehmen, die Datenanalysen über das Käuferverhalten anbieten.

Insgesamt belief sich der B2C-Handel laut Zahlen des MOEA im Jahr 2015 auf 588 Mrd. Neue Taiwan-Dollar (NT$; rund 16,6 Mrd. Euro; 1 Euro = 35,5 NT$ im Jahresdurchschnitt 2015). Bis 2020 sollen allein die Online-Umsätze des Einzelhandels auf 632 Mrd. NT$ steigen. Die Beiträge von digitalem Lernen und Online-Spielen werden dann auf circa 150 Mrd. beziehungsweise 100 Mrd. NT$ prognostiziert.