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Tunesien wichtiges Partnerland für Bayern

Tunis (28.09.2016) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer ist heute in Begleitung einer 20-köpfigen Delegation nach Tunesien gereist. Im Rahmen der Reise, die dem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen dient, trifft Pschierer unter anderem einige tunesische Minister.

Der Wirtschaftsstaatsekretär sieht in dem nordafrikanischen Staat ein wichtiges Partnerland für Bayern: „Wir sind mit Tunesien eng verbunden. Als Absatz- und Beschaffungsmarkt sowie als Investitionsstandort besitzt Tunesien beachtliche Potenziale. Unsere Unternehmer wollen die Chancen der Zusammenarbeit nutzen.“ Dies belegten auch die Zahlen, so Pschierer: Die Exporte des Freistaats nach Tunesien lagen im vergangenen Jahr bei rund 210 Millionen Euro. Der Wert der Importe belief sich im gleichen Zeitraum auf rund 500 Millionen Euro. Besonders stark seien die Branchen Elektronik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Hier gebe es bereits enge Verflechtungen mit Bayern. Nachholbedarf bestehe hingegen im Bereich Infrastruktur.

Die Reise findet im Rahmen der seit 2012 bestehenden Transformationspartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien gemeinsam mit der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V. (DAFG) statt. Es ist die erste Wirtschaftsdelegation aus Deutschland, die von der im August neu gebildeten tunesischen Regierung unter Ministerpräsident Youssef Chahed empfangen wird. Auch Professor Randolf Rodenstock, Vizepräsident der DAFG e.V. sieht viel Potenzial für einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehung zwischen Bayern und Tunesien: „Produkte und Knowhow ‚Made in Germany‘ erfreuen sich größter Beliebtheit und genießen vollstes Vertrauen. Die Türen in Tunesien stehen uns offen.“

Die Intensivierung der wirtschaftlichen Kontakte seien auch eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, sagt Pschierer: „Tunesien ist ein Land mit vielen Herausforderungen, insbesondere bei Fragen der öffentlichen Sicherheit und des Terrorismus.“, so der Staatssekretär. „Wenn bayerische Unternehmen in Tunesien aktiv werden, tragen sie zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei und geben insbesondere der Jugend Perspektiven. Dies sorgt nicht nur für nachhaltig stabile Verhältnisse in Tunesien, sondern wirkt sich auch positiv auf die gesamte Region aus.“