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Verstärkte Kontrollen durch österreichische Finanzpolizei

München (07.04.2016) - Handwerksbetriebe, die Arbeitnehmer nach Österreich entsenden, müssen sich auf verstärkte Kontrollen durch die österreichische Finanzpolizei einstellen!

Neben der Meldung der Entsendung, die Sie spätestens eine Woche vor Arbeitsaufnahme der Zentralen Koordinationsstelle für die Kontrolle der illegalen Beschäftigung mit dem Formular ZKO 3 elektronisch melden müssen, müssen Sie im Falle einer Kontrolle direkt auf der Baustelle folgende Unterlagen vorlegen können:

  • Kopie der Entsende (ZKO)-Meldung (inklusive Transaktionsnummer)
  • A1-Bescheinigung von der Krankenkasse bzw. von der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA)
  • Lohnunterlagen (alle Unterlagen, die zur Berechnung des Stundenlohns notwendig sind,
  • insbesondere Arbeitsvertrag, Lohnzahlungsnachweise, Unterlagen zur Lohneinstufung) 
  • Arbeitszeitaufzeichnungen
  • Kopie der Eintragung im österreichischen Dienstleisterregister bei reglementierten Gewerben.

Die Dienstleistungsanzeige beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ist in jedem Fall, also auch bei nicht reglementierten Gewerben, notwendig.
Wir empfehlen Ihnen eine Baustellenmappe anzulegen, in der die oben genannten Unterlagen aufbewahrt werden und im Falle einer Kontrolle an die Behörde ausgehändigt werden kann. Wichtig ist, die Unterlagen stets aktuell zu halten, wie zum Beispiel im Falle einer Erkrankung eines Mitarbeiters.

Der Bußgeldrahmen für Arbeitgeber, die Lohnunterlagen nicht bereithalten beträgt:

  • Für jeden Arbeitnehmer 1.000 bis 10.000 Euro
  • Im Wiederholungfall 2.000 bis 20.000 Euro
  • Bei mehr als drei betroffenen Arbeitnehmern je 2.000 bis 20.000 Euro pro Mitarbeiter
  • Im Wiederholungsfall 4.000 bis 50.000 Euro

Lassen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Handwerkskammer beraten, wenn Sie Arbeitnehmer nach Österreich entsenden. Die Experten Ihrer Handwerskammern stehen Ihnen gerne zur Verfügung.