Das geht auch anders… Weihwasserspender aus Regensburg

Hemau (Juli/August 2020) - Gerade jetzt ist die Geschäftsidee, die Tobias Sturm bereits vor fünf Jahren hatte, absolut genial: Per Fuß „betriebene“ Spender. Vor allem der Weihwasserspender macht derzeit von sich reden. Ursprünglich waren die Spenderanlagen für den Gastronomiebereich gedacht. Aber nun wurden die Einsatzbereiche der Spender und deren Inhalte so zu sagen ausgeweitet.

 

Die Firma foottec in Hemau (Landkreis Regensburg) vertreibt mit Fußpedal bedienbare Soßen- und Desinfektionsmittelspender sowie neuerdings auch die Weihwasserspender, die auch im Ausland gefragt sind. Das Firmenmotto “Wer Köpfchen hat, dosiert mit dem Fuß, endlich die Hände frei!” könnte man noch um den Zusatz „und schützt sich!“ ergänzen. „Während der derzeitigen  Coronakrise kamen meinem Geschäftspartner Ludwig Eichenseher und mir die Idee, Weihwasserspender mit integriertem Opferstock analog zu den Soßen- und Desinfektionsmittelspendern mit Fußpedal zu konzipieren“, berichtet Foottec-Geschäftsführer Tobias Sturm über den Einfall mit dem Weihwasser.

Die noch junge Firma wurde 2016 gegründet: „2015 hatte Tobias Sturm seine Idee, flüssige Medien per Fußpedal berührungsfrei auszugeben, zunächst patentieren lassen“, so Pressesprecherin Verena Roithmeier. Im Jahr darauf hatte er gemeinsam mit Ludwig Eichenseher die Firma foottec gmbh gegründet. 2017 ist mit Günther Hertel, Inhaber der Aichinger GmbH mit Sitz in Wendelstein bei Nürnberg, ein Investor bei foottec eingestiegen.  Foottec hat vier nebenberufliche Mitarbeiter, die alle noch anderen Jobs nachgehen.

 

Es begab sich in der Schlange vor dem Bratwurststand…

„Die ursprüngliche Idee zum Dosiersystem mit Fußpedal kam mir auf dem Volksfest, als ich einen Mann, der nach dem Toilettengang die Hände nicht gewaschen hat, vor mir in der Bratwurstschlange entdeckte“, erzählt Verena Roithmeier. „Als dieser den Soßenspender mit seinen Händen bediente, verging Sturm der Appetit. Er dachte sich: Das muss doch auch anders gehen. Corona beflügelt sicherlich die Diskussion um Hygiene und Sauberkeit, aber den Bedarf für per Fußpedal bedienbare Spender gab es auch schon vor der Pandemie. Neben dem Hygieneaspekt ist ein großer Vorteil, dass man damit die Hände frei hat“, so Roithmeier.

Es geht auswärts, auch mit Hilfe der IHK

Das Geschäft mit den Spendern beschränkt sich nach Angaben der Firmensprecherin noch eher auf Deutschland. Aber ein Weihwasserspender sei bereits nach Schweden verkauft worden und zwei gingen in die USA. Auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und in Russland stehen mittlerweile Spender von foottec. „Die ausländischen Kirchen sind zum Teil durch Medien auf uns aufmerksam geworden. Aber ein Großteil der Kontakte kam über persönliche Verbindungen“, so Verena Roithmeier. Bei Fragen zum Auslandgeschäft und Zollabwicklung standen die Experten der IHK Regensburg/Kelheim beratend zur Seite.

Wenn es wieder möglich ist, wird footec überlegen, auch auf Auslandsmessen seine Produkte vorzustellen: „Wenn es soweit ist, überlegen wir, welche Messen für unsere Produkte geeignet sein könnten. Derzeit liegt aber unser Hauptaugenmerk darauf, das Weihwasser in die Kirchen zurückzubringen, egal wo bzw. in welchem Land. Das ist uns einfach ein persönliches Anliegen, den Gläubigen ein Stück Normalität zurückzubringen.“