Der Krise getrotzt und gefragter denn je: DESKO-Scanner

Bayreuth (September/Oktober 2020) – Sie sind bei Airlines und Airports weltweit als Marktführer fest im Sattel, aber stets ehrgeizig und kontinuierlich innovativ:

Die Firma DESKO produziert und entwickelt Hardwarelösungen für eine automatisierte Datenübernahme und Dokumentenüberprüfungen. Man findet die Produkte, bei denen es sich überwiegend um ID-Scanner für Pässe und Ausweise handelt, weltweit:  Über 250.000 Geräte sind täglich auf Flughäfen, an Grenzen, bei Behörden, aber auch in Hotels oder Autovermietungen auf der ganzen Welt im Einsatz. Der Familienbetrieb mit 55 Mitarbeitern feiert im nächsten Jahr sein 30jähriges Bestehen. Der Firmenname ist übrigens ein Akronym aus den Begriffen Daten – Eingabe – Systeme und Konzepte.

Coronakrise

Durch die breite Aufstellung des Produktportfolios hat die Coronakrise die Firma nicht eiskalt erwischt, obwohl der Flugverkehr weltweit lahm gelegt war. „Aber als Krisengewinner wollen wir uns auch nicht verstanden wissen“, betont Geschäftsführer Alexander Zahn, der die Firma zusammen mit seinem Vater Werner Zahn leitet. Die Dokumentenscanner sorgen für ein kontaktloses Auslesen und Erkennen von Pässen, Ausweisen oder Flugtickets und sind natürlich gerade jetzt gefragt wie nie, auch in Bereichen, die es vorher für DESKO nicht gab: Von der Eingangskontrolle im amerikanischen Krankenhaus bis zum Einsatz bei Corona-Massentests reicht die Bandbreite der Scanner aus Oberfranken. Trotzdem habe DESKO die Einbrüche im Tourismussektor gespürt, „Fünf Mitarbeiter waren in Kurzarbeit“, so Alexander Zahn. Große Investitionen im Ausland werden zwar nicht abgesagt, aber geschoben, es gilt das Motto: Geduld haben und Abwarten!

Seit 1991 im Ausland

Von Anfang an ist DESKO im Auslandsgeschäft tätig. In den USA und in Singapur gibt es Tochterfirmen. 70 Prozent des Auslandsgeschäftes findet außerhalb der EU statt. Der Besuch von Messen war vor Corona für DESKO das A und O des Marketings. Jetzt findet alles meist über Video Calls oder auch virtuelle Messen wie etwa der Future Travel Experience statt. Und: „Die Internetseite muss optimal laufen und dem jeweiligen Zielmarkt entsprechend angepasst und optimiert sein“, sagt Jessica Luh-Fuchs, Teamleiterin Marketing bei DESKO. Deshalb ist DESKO auch Teilnehmer am bayerischen Förderprojekt Go International: Zur Erschließung des chinesischen Marktes ist es notwendig, eine chinesisch-sprachige Website für die Suchmaschine Baidu zu optimieren und auf dem Messenger Dienst WeChat präsent zu sein. WeChat wird dort, anders als hierzulande, zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen genutzt.“

Für die Erstellung der Website hatte DESKO die Förderung von Go International erhalten. „Damit schaffen wir die kommunikativen Voraussetzungen, um unsere Produkte in China einem größeren Publikum vorzustellen.“ Auch für die Erschließung des kanadischen Marktes hatte DESKO Go International in Anspruch genommen: Für den Produkt-Launch eines neuen Scanners wird eine optimierte Website in englischer und französischer Sprache entstehen.

Hilfesteller IHK

Bei der Geschäftsabwicklung im Ausland und der Teilnahme an Förderprojekten stehen die Experten der IHK für Oberfranken Bayreuth der Firma mit Rat und Tat zur Seite. „Wenn wir Fragen zur Antragstellung oder zur Mitarbeiterentsendung haben, rufen wir zur Sicherheit in der IHK Bayreuth an“, sagt Jessica Luh-Fuchs. „Die IHK Bayreuth versteht sich als Dienstleister für die Mitglieder und ist steht immer bereit bei Fragen zu Zoll, Recht und anderen die Geschäftsabwicklung betreffenden Unklarheiten“, sagt Cornelia Kern, stellvertretende Bereichsleiterin International an der IHK für Oberfranken Bayreuth.

Nicht alles auf einmal wollen

DESKO-Chef Alexander Zahns Tipp ins Sachen Exportgeschäft: „Man darf nicht alles auf einmal machen wollen, man muss einen langen Atem haben und immer im Auge behalten, dass in jedem Land die Uhren anders ticken.“ Interkulturelle Unterschiede können großen Einfluss auf den Erfolg haben: „Business-Anzug und Gastgeschenk haben in China eine völlig andere Relevanz als in den USA. Während auf dem einen Kontinent in bestimmten Situationen eine kleine Aufmerksamkeit erwartet wird, führt das am anderen Ende der Welt zu Schwierigkeiten mit den Compliance-Vorschriften.“ Den Gang auf den chinesischen Markt hatte DESKO deshalb vier Jahre lang vorbereitet. „Dabei ist unser Standort in Singapur der Brückenkopf zum riesigen chinesischen Markt.“

Auch für den europäischen Markt hofft Alexander Zahn, dass mit Bewältigung der Coronakrise nach und nach die persönlichen Begegnungen mit Kunden wieder zunehmen. Denn in Paris installiert Louis Vuitton gerade DESKO Scanner in seinen Läden. Am Flughafen in Rom läuft im Moment ein wichtiges Testprojekt. Und in den Niederlanden werden derzeit Notariate mit Scannern ausgestattet.

Da die DESKO Geräte auch bei Corona-Massentests zum Einsatz kommen, trägt das Bayreuther Unternehmen seinen Teil dazu bei, die Pandemie zu bekämpfen - und gestaltet so den neuen Alltag mit, in dem auch Geschäftskontakte wieder persönlich stattfinden können.