Oberfränkische Textilfirma gründet Tochterfirma in Nordmazedonien

Münchberg (Dezember 2021/Januar 2022) - Die Iprotex ®GmbH & Co. KG hat ihren Sitz im oberfränkischen Münchberg. Als führender Entwickler und Produzent von innovativen textilen Lösungen für Automotive, Industrie und Verkehr ist die Iprotex-Firmengruppe weltweit aktiv. Mit einer Tochterfirma in IIinden, Nordmazedonien, wurde der neunte Standort eröffnet.

Über den neuen Standort in der Republik Nordmazedonien sprachen Cornelia Kern, stellvertretende Bereichsleiterin International an der IHK Oberfranken Bayreuth, mit Gunnar Osburg, Business Development Manager des Unternehmens.

 

Warum hat iprotex Nordmazedonien als Standort ausgewählt?

Nach der Entscheidung, einen neuen Standort in Südosteuropa zu entwickeln, haben wir umfangreiche Recherchen und Analysen durchgeführt, inklusive Orientierungsreisen, um die Länder und mögliche Standorte besser kennenzulernen. Am Ende ist die Wahl aus verschiedenen Gründen auf Nordmazedonien gefallen, wo wir für uns das beste Gesamtpaket aus einem idealen Standort in einer Sonderwirtschaftszone, guter Arbeitskräfteverfügbarkeit und attraktiven Benefits gefunden haben.

 

Wer hat Sie beim Aufbau der Tochterfirma unterstützt?

Wir haben in der Recherchephase Unterstützung der AHK in Skopje bekommen, die uns mit ihrem großen Netzwerk vor Ort weitergeholfen hat. Außerdem haben wir bei der Gründung der Tochterfirma rechtliche Beratung einer lokalen Anwaltskanzlei in Anspruch genommen. Auch die mazedonische Wirtschaftsförderungsagentur „Invest North Macedonia“ hat uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

 

Wie zufrieden sind Sie mit dem Standort?

Wir sind sehr zufrieden damit, wie es bisher gelaufen ist. Nach anfänglichen Verzögerungen, auch durch die Corona Pandemie, ist es uns gelungen, einen sehr guten Start hinzulegen. Wir haben vor Ort ideale Bedingungen für unsere Produktion vorgefunden und der neue Standort entwickelt sich sehr dynamisch weiter – nicht zuletzt dank der wirklich hochmotivierten und fleißigen Mitarbeiter.

 

Was würden Sie anderen Unternehmern raten, die in dieser Region Geschäfte machen wollen?

Ich würde dazu raten, auf jeden Fall verschiedene Länder in Betracht zu ziehen und sich mit den örtlichen Gegebenheiten und dem wirtschaftlichen, aber auch dem politischen und gesellschaftlichen Umfeld vertraut zu machen. Am besten sollte man Orientierungsreisen vornehmen (bei Planung und Durchführung helfen bei Bedarf die AHKs), sich selbst vor Ort ein Bild machen und mit den Leuten im Land sprechen. Ein wichtiges Kriterium, das man einbeziehen sollte, sind mit Sicherheit auch mögliche Fördergelder und andere Maßnahmen wie Steuererleichterungen. Diese fallen in den Ländern des Westbalkans unterschiedlich hoch aus, meist je nach Höhe des Investitionsvolumens und Anzahl der Arbeitsplätze, die durch die Investition geschaffen werden.

 

Was ist für Sie das Besondere an dieser Region?

Der Westbalkan ist eine hochinteressante und aufstrebende Region mit hervorragender logistischer Anbindung, industrieller Tradition und einer Vielzahl an internationalen Zuliefererunternehmen aus allen Bereichen. Das interessante Lohngefüge und motivierte Arbeitskräfte sowie Anreize für investierende Unternehmen bieten ein sehr attraktives Gesamtpaket für expandierende oberfränkische Zulieferer.