Blaues Auge im deutsch-britischen Handel

Bonn. - Das Vereinigte Königreich bleibt dieses Jahr vielleicht doch noch Deutschlands zehntgrößter Handelspartner

Dem deutsch-britischen Handel fehlt es nach Angaben von Germany Trade & Invest GTAI nach dem ersten Jahr mit dem Freihandelsabkommen und zwei Jahre nach dem Brexit nicht an Überraschungen. Drohte zur Mitte des Jahres 2021 noch der Abstieg der Briten aus Deutschlands Ranking der zehn wichtigsten Handelspartner, dreht sich nun zum Jahresende das Bild. Der Grund: Das Statistische Bundesamt hat die Daten revidiert. Die Korrekturen zeigen, dass die Handelsentwicklung mit dem Vereinigten Königreich unterschätzt und die mit dem zuvor zehntplatzierten Tschechien überschätzt wurde.

Handel mit Großbritannien: Kein Grund zum Aufatmen

Allerdings ist das kein Grund zum Aufatmen, denn erstens beträgt der britische Vorsprung gegenüber Tschechien 2021 für den Zeitraum Januar bis September nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts nur 1,5 Prozent - so eng wie bei sonst keinem anderen Handelspartner der Top 10. Zweitens entwickelt sich Deutschlands Warenaußenhandel mit Tschechien viel dynamischer als mit den Briten.

Die Gnade der statistischen Korrektur verschiebt den tschechischen Überholprozess aber wohl nur zeitlich, denn am grundsätzlichen Trend hat sich 2021 nichts verändert: Deutschlands Außenhandel erholt sich mit fast allen Handelspartnern der Top 10 mit zweistelligen Wachstumsraten. Nur mit der Schweiz ist 2021 der bilaterale Handel um nur 5,6 Prozent vergleichsweise moderat gewachsen. Mit dem Vereinigten Königreich hingegen liegt der deutsche Außenhandel mit 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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Quelle: Ixpos Newsletter