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Frühjahrsumfrage zeigt deutsch-britische Wirtschaft optimistischer

London (19.04.2021) - Licht am Ende des Tunnels – die Frühjahrsumfrage der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer zeigt, dass die deutsch-britische Wirtschaft die Zukunft viel optimistischer sieht als vor sechs Monaten.

Es gibt Licht am Ende des Covid-Tunnels, denn 44% der befragten Firmen schätzen die Entwicklung ihrer eigenen Geschäftstätigkeiten im Vereinigten Königreich jetzt als positiv oder sehr positiv ein (38% betrachten sie als stabil).

52% erwarten auch, dass die britische Wirtschaft sich in den kommenden 12 Monaten besser oder bedeutend besser entwickeln wird als bisher (22% erwarten eine stabile Entwicklung). Allerdings sind die befragten Firmen der Ansicht, dass es noch eine Weile dauern wird, bis sich die britische Wirtschaft vollkommen von der Covid-Pandemie erholt hat. The Mehrheit gab an, dass diese Erholung noch mindestens 18 Monate dauert.

Brexit zeigt seine Auswirkungen

Was ihre Investitionspläne angeht, sind die Befragten jetzt auch viel positiver: mehr als ein Drittel (35%) plant eine Erhöhung ihrer Investitionen und nur 10% planen eine Reduzierung. Zum Vergleich, im Herbst 2020 planten nur 5% eine Erhöhung, aber dafür 20% eine Reduzierung. Im Einklang mit ihren Plänen für erhöhte Investitionen wollen 44% der Firmen neue Mitarbeiter einstellen, was auch eine erhebliche Verbesserung zum letzten Herbst darstellt, als gerade 11% solche Pläne hatten.

Trotzdem haben Brexit und die Covid-Pandemie weiterhin gravierende Auswirkungen auf die Mehrheit der Firmen, denn Handelsbarrieren/Zollformalitäten und Reisebeschränkungen führen weiter die Liste der aktuellen Herausforderungen an.

Was die zukünftige Struktur der Lieferketten angeht, scheinen durch Brexit verursachte Handelsbarrieren einen maßgeblichen (und viel größeren als durch Covid) Effekt auf zukünftige Beschaffungsentscheidungen zu haben. Jedoch haben viele der befragten Firmen ihre Pläne, einige Geschäftsaktivitäten zu verlagern, aufgegeben. Nur noch 20% der Firmen (gegenüber 70% im letzten Herbst) halten daran fest.

Dr. Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, erläutert: “Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Stimmung in der deutsch-britischen Wirtschaft trotz der Covid-Pandemie und Brexit viel optimistischer ist als vor sechs oder zwölf Monaten. Trotzdem sollte man die Auswirkungen von Brexit auf die zukünftige Struktur der Lieferketten nicht unterschätzen, denn Handelsbarrieren/Zollformalitäten und zusätzliche Kosten sind weiterhin ein entscheidendes Thema für viele Firmen.“

Im Rahmen dieser Studie wurden 117 webbasierte Interviews mit Unternehmen der deutsch-britischen Wirtschaft, die im Vereinigten Königreich operativ aktiv sind, durchgeführt. Die Studie war Teil des World Business Outlooks des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Der Durchführungszeitraum war vom 25. März bis zum 9. April 2021. Die gesamten Ergebnisse sind unter: https://bit.ly/3aigFK5 abrufbar.

Quelle: AHK London