Polen als Chance für bayerische Firmenb

Warschau/München - Der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt zieht eine rundum positive Bilanz seiner Delegationsreise nach Polen.

Gotthardt: "Polen ist ein sehr dynamischer Markt, der sich erstaunlich stark entwickelt. Entsprechend groß sind die Chancen für Bayern und für bayerische Firmen. Wir haben eine sehr leistungsbereite Gesellschaft erlebt, die Innovationen möglich machen und vorankommen möchte. In diesem Aspekt sind sich Bayern und Polen sehr ähnlich: Wir haben einen gemeinsamen Anspruch in Europa."

Industrie 4.0

Highlights der viertägigen Reise nach Warschau, Kattowitz und Krakau waren Gotthardts Teilnahme auf einem Panel zum Thema Industrie 4.0 des European Economic Congress in Kattowitz, politische Gespräche mit Vertretern des Digitalisierungsministeriums, des Entwicklungs- und Technologieministeriums, des Klima- und Umweltministeriums, der Deutschen Botschaft in Warschau sowie der Besuch bei MAN Trucks in der Nähe von Krakau.

Für die Teilnehmer der Wirtschaftsdelegation der in Zusammenarbeit mit der AHK Polen und Bayern International organisierten Reise standen an den drei Stationen Branchenkontaktgespräche, Fachbriefings sowie Firmenbesichtigungen mit Erfahrungsaustausch auf dem Programm.

Das Motto der viertägigen Reise lautete "Green Deal: Energieeffizienz und Digitalisierung in der Produktion". Begleitet wurde der Staatssekretär von einer Delegation aus mehr als 30 Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der IHK, der Handwerks- und Außenhandelskammern, von Bayern Innovativ, der LfA, des VDMA und weiterer Cluster und Verbände sowie Unternehmen, die in Polen neue Potenziale heben möchten.

Hintergrund:

Bayern und Polen sind enge Wirtschaftspartner. Gemessen am Handelsumsatz (Exporte und Importe) war Polen im Jahr 2023 der 5-größte Handelspartner Bayerns mit einem Umsatz von rund 25 Milliarden Euro. Das Volumen des Außenhandels zwischen Bayern und Polen ist seit 2019 um 22 Prozent gewachsen. Polen liegt knapp vor Tschechien, aber hinter Italien oder Österreich. Bayerns größte Partner sind China und die USA.

Bayern importierte im Jahr 2023 Waren aus Polen im Wert von 14,1 Milliarden Euro (plus 5,4 Prozent gegenüber 2022) und führte Waren im Wert von 10,9 Milliarden Euro aus (plus 3,9 Prozent). Zu den wichtigsten Importgütern aus Polen zählen elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge/Fahrräder und chemische Erzeugnisse; zu den Exportgütern Fahrzeuge/Fahrräder, chemische Erzeugnisse und Maschinen. Von den bayerischen Unternehmen sind unter anderen Bayerische Motoren Werke, MAN Truck & Bus AG, BayWa, IHO Holding GmbH und REHAU AG + Co in Polen vertreten.

Quelle: WiMi Bayern