So war´s: 1. AmerikaTag in Bayreuth digital

Unter der Schirmherrschaft von Melanie Huml, der Bayerischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten und internationale Beziehungen, fand am 19. Oktober 2021 der erste „AmerikaTag“ in Oberfranken statt. Ausgerichtet wurde die digitale Konferenz von der IHK für Oberfranken Bayreuth zusammen mit dem Initiator Dipl.-Ing. Jens Peter Husemann von der Husemann-Group aus Kulmbach und Matthias Koeplin von der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany).

Bereits in den Begrüßungen von IHK-Oberfranken-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner, Schirmherrin Melanie Huml und dem neuen US-Generalkonsul in München, Timothy Liston, wurde den fast 40 Teilnehmern deutlich, wie sehr Oberfranken und die USA verflochten sind – wirtschaftlich, kulturell und politisch.

Fachvorträge zum US-Markt

Im Hauptteil der digitalen Konferenz konnten sich die Teilnehmer mittels fünf verschiedener Impuls- und Fachvorträge zum US-Markt informieren. Die Experten aus Industrie, Politik und Wirtschaft, zum Teil direkt aus den USA zugeschaltet, lieferten dem virtuellen Publikum praxisnahe Informationen rundum den Markteintritt, Investitionen, Marketing & Vertrieb sowie Recht & Steuern. „Uns allen war sehr wichtig, dass oberfränkische Industrievertreter mit Standorten in den USA zu Wort kommen. Brose und Sandler sind dafür prädestiniert“, so Jens Peter Husemann. Sowohl in den Vorträgen als auch in der Diskussionsrunde am Ende gab es klare Worte zur aktuellen Lage vor Ort. „Die Stimmen aus der Industrie haben nicht nur gezeigt, mit welchen Herausforderungen unsere Unternehmen zu kämpfen haben, sondern auch, mit welchen innovativen Ideen und Tools sie auftreten“, sagt Sara Franke, Leiterin des IHK-Bereichs International.

Lage auf dem US-Arbeitsmarkt

Die Keynote mit dem Titel „Erschöpft durch die Pandemie – Die Kunst des Beherrschens von Unsicherheit“ kam von Prof. Michael Hüther, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Atlantik-Brücke sowie Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. In seiner analytischen Darstellung der Vereinigten Staaten und deren Stellung im weltwirtschaftlichen Gefüge bestätigen sich auch einige Bedenken der Industrievertreter, zum Beispiel hinsichtlich der angespannten Lage auf dem US-Arbeitsmarkt. Hinsichtlich einiger Indikatoren wie der sinkenden generativen Einkommensmobilität könnte man meinen, der amerikanische Traum sei ausgeträumt, aber Matthias Koeplin, der Moderator der Veranstaltung, hält dem Markt die Stange. „An den transatlantischen Handelsbeziehungen hängen nicht nur harte Zahlen, sondern auch Emotionen.“

Dieses Format soll sich fortan im jährlichen Rhythmus den transatlantischen Beziehungen widmen, im späteren Verlauf auch mit Fokus auf Kanada und Mexiko.
www.AmerikaTag.de

Text: Sara Franke, Leiterin Bereich International