USA und EU einigen sich bei Zusatzzöllen auf Stahl

Nürnberg. - Die USA hatten mit der EU Ende Oktober 2021 eine Einigung zu den Zusatzzöllen auf Stahl und Aluminium in Höhe von 25 und 10 Prozent erzielt.

Die Einigung ermöglicht seit dem 1. Januar 2022 die Einfuhr von Stahl- und Aluminiumprodukten aus der EU in den USA im Rahmen von Zollkontingenten (Tariff Rate Quota - TRQ). Die Höhe der Kontingente orientiert sich an in den Jahren 2015 bis 2017 beziehungsweise 2018 bis 2019 und 2021 eingeführten Mengen an Stahl- und Aluminiumprodukten. Das Handelsministerium hat die Details dazu, unter anderem auch Angaben zur genauen Höhe der Quoten, veröffentlicht. Im Gesetzblatt vom 3. Januar 2022 wurden dazu außerdem zwei Proklamationen des Präsidenten Joe Biden zu Stahl und Aluminium veröffentlicht. 

Keine Zusatzzölle bis Ende 2023

Stahl- und Aluminiumprodukte, die innerhalb der geltenden Quoten eingeführt werden, sind danach bis zum 31. Dezember 2023 von den Zusatzzöllen befreit, während bei Produkten, die außerhalb der geltenden Quoten eingeführt werden, weiterhin die zusätzlichen Zölle erhoben werden.   

Im Gegenzug setzt die EU bislang erhobene Zusatzzölle auf US-Produkte (zum Beispiel Harley Davidson Motorräder) seit dem 1. Januar 2022 aus. Ebenso hatten sich beide Seiten darauf geeinigt, den WTO-Streit über die "section 232" Zusatzzölle auszusetzen.


Quelle: GTAI/News International IHK Nürnberg