Naturkosmetik für alle auf der ganzen Welt– cosmondial

Sulzbach/Main (Juni 2021) - In Biosupermärkten oder den Naturprodukte-Regalen einer großen deutschen Drogeriekette gehören sie zum festen Sortiment: Die zertifizierte Naturkosmetik wie etwa Lippenstifte oder Mascara der Firma cosmondial aus dem unterfränkischen Sulzbach. Seit der Gründung ihrer Firma 2008 ist den Gründern Silke und Stephan Becker ein Anliegen, bezahlbare Naturkosmetik auch für jüngere KundInnen herzustellen und anzubieten. „Man muss sich in diesen Zeiten als Konsument Gedanken machen darüber, was man konsumiert“, sagt Stephan Becker. cosmondial umfasst die zwei Marken benecos und GRN [GRÜN] und richtet sich auch an eine junge Zielgruppe. „Ziel ist es Naturkosmetik zu produzieren, die keine petrochemischen Inhaltsstoffe, Parabene oder Silikone enthält, wenig aggressiv zur Haut und außerdem günstig ist.“ Die Firma hat 50 MitarbeiterInnen und stellt neben den Produkten von GRN [GRÜN] und benecos auch Naturkosmetik für andere Marken her.

 

Standort Italien für die Herstellung von Naturkosmetik

Seit Beginn produziert cosmondial unter anderem am Standort Italien. Aber erst seit 2014 werden dort auch Nagellack, Lippenstift und Co. verkauft. „Los ging es 2010 mit dem Exportgeschäft in Frankreich“, sagt Stephan Becker. cosmondial wickelt die Auslandsgeschäfte mit Kooperations- und Distributionspartnern ab. „Diese Partner sind für uns der verlängerte Arm im jeweiligen Land, die uns auch Tipps geben, was geht oder ein absolutes NoGo ist“. In über 35 Ländern Europas, Asien und auch USA sowie Australien/Neuseeland ist cosmondial mittlerweile vertreten. Vertriebstools sind dabei hauptsächlich Messen wie die BioFach/Vivaness in Deutschland, Natexpo in Frankreich oder die Cosmoprof in Italien. Bei der Abwicklung des Exportgeschäfts wendet sich cosmondial immer an die IHK Aschaffenburg. „Bei der Ausstellung von Ursprungszeugnissen oder anderen Zolldokumenten wenden wir uns an die

Akribische Recherchen der Bio Kosmetik Hersteller für den Gang auf Exportmärkte

Jeden Gang auf einen neuen Markt bereitet cosmondial akribisch vor. Die umfassende Recherche ist nach Erfahrung der Firmenchefs besonders wichtig. „Nach Gesprächen mit potenziellen PartnerInnen machen wir für jedes Land Exklusivanalysen.“ Dabei sei es wichtig, dass der oder die PartnerIn aus dem Land selbst stamme oder dort lebt und auch die Gepflogenheiten der KonsumentInnen und das kulturelle Umfeld kennt – Stichwort interkulturelle Kommunikation. „Auch innerhalb Europas bei unseren direkten Nachbarn wie Frankreich oder aber auch Italien herrschen teilweise erhebliche Unterschiede des Kaufverhaltens“, so Stephan Beckers Erfahrung. Weiterer Tipp für Exportgeschäftstätigkeiten: „Man darf nicht immer glauben, alles zu  wissen oder davon ausgehen, dass man selber alles alleine bewerkstelligen kann“.

Corona trübt das Geschäft der Naturkosmetik-Produzenten

Die Coronakrise hat auch cosmondial gebeutelt, aber mit den beginnenden Lockerungen geht es nun auch dort aufwärts: „Vor einem Jahr mit Beginn des ersten Lockdowns wurde unser Sortiment mit voller Wucht getroffen. Viele Kosmetikprodukte blieben in den Regalen liegen aus dem einfachen Grund, weil sich weniger KundInnen schminkten im Homeoffice.“ Zudem konzentrierte sich der Einzelhandel auf die Beschaffung der damals sehr nachgefragten Lebensmittel und Hygieneartikel wie Nudeln, Dosentomaten und Klopapier. Erst im Sommer 2020 habe sich die Marktlage für cosmondial etwas entspannt.

Jetzt hofft cosmondial auf die Erholung und den Beginn einer Normalität im Herbst. „Unsere nächsten Ziele sind der Ausbau unserer Stellung in den USA und Asien. Das wird besonders mit China und den dortigen Reglementierungen eine Herausforderung“, so Stephan Beckers Prognose. Außerdem steht der Bau einer Fertigungshalle in Sulzbach an, um den Hauptteil der Produktion aus Italien nach Hause zu holen. +++