Weltweit Lecks aufspüren – mit ILD

Hösbach (Dezember 2021) - Es war komplettes Neuland, das Markus Brühl 1996 bei der Gründung seiner Firma ILD betrat: Als Spezialisten für die Ortung von Lecks in Flachdächern musste man sich auf dem Markt bekannt machen. Durch diese Spezialisierung auf ein Fachgebiet wurde das Geschäft quasi zum Selbstläufer: ILD (international leak detection) mit Sitz in Hösbach am Bayerischen Untermain ist heute auf allen Kontinenten vertreten und hat sogar schon mit Stararchitekt Norman Foster zusammengearbeitet.

 

„Mit der nun 25jähriger Erfahrung auf diesem Gebiet und den Fachkenntnissen bietet ILD nachhaltige und finanzierbare Systemlösungen für die vorausschauende Überwachung von Flachdachschäden an.  Unsere Kunden sind Privatpersonen, Kommunen -, Städte – und Gemeindeverwaltungen, als auch Verantwortliche im Bauwesen und Sachverständige“, sagt Florian Wenderoth, Vertriebsleiter bei ILD. Mittlerweile ist ILD weltweit anerkannt als Experten für eine genaue Leckortung.Die Firma beschäftigt für das Zweiggebiet Deutschland/ Schweiz 21 Mitarbeiter. Mit den weltweiten Partnern – überwiegend Vertreter und Lizenznehmer - sind es weitaus mehr.

Großer Fisch: Hongkong, großer Kooperationspartner: Norman Foster

„Unseren ersten Auslandseinsatz hatten wir 1998 in Hong Kong, der Einsatz war wirklich groß: Wir durften die Dachflächen des Hong Kong International Airports Chek Lap Kok untersuchen. Dieser ist nach dem Peking International Airport der zweitgrößte Flughafen in China und somit einer der wichtigsten Drehscheiben des südostasiatischen Luftverkehrsraums.“ 

An den damaligen Auftrag ist ILD über Stararchitekt Norman Foster gekommen (Hintergrund: Architekt u.a. für die Commerzbank Frankfurt, Reichstaggebäude Berlin, Dresdner Hauptbahnhof, Swiss Re Tower London…). „Im Prinzip läuft in der Branche viel über Mundpropaganda und auch durch den Besuch von internationalenMessen“, sagt Geschäftsführer Markus Brühl.

 

Weitere Einsatzorte im Ausland sind und waren außerdem Österreich, Finnland, Norwegen, Holland, Luxemburg, Spanien, Frankreich und Dubai. Seit dem Jahr 2000 führte ILDauch Leckageortungen in den USA durch. Stetiges Wachstum ist die Devise der Firma: „Die ILD Gruppe erweiterte sich mit dem ersten großen Partner der ILD Leak Detection.“ Auch hier gab es Projekte wie z.B. die Gedenkstätte Memorial Brunnen in New York City. Die umfangreichen Bauarbeiten dafür begannen im März 2006 und wurden im Frühjahr 2014 abgeschlossen. Weiteres NY-Projekt: Die Untersuchung der Dachflächen des Empire State Buildings“, sagt Wenderoth.

Europa: Großstadtdschungel und Bergpanoramen

Im deutschsprachigen Raum konnten ILD u.a. den Maintower in Frankfurt auf Lecks untersuchen und die Zermatt- Berghütte im Monte Rosa Massiv in den Schweizer Alpen. Florian Wenderoth: „Dort konnten wir einen Frischwassertank auf Dichtigkeit überprüfen. Die Anreise erfolgte mit einem Helikopter. Da die Rückreise witterungsbedingt erst zwei Tage später möglich war, konnten die ILD Techniker ausgiebig in der Monte- Rosa Hütte die perfekte Aussicht auf das Bergmassiv bestaunen.“

Aufträge durch Vertrauen

„Seit 2006 exportiert unsere Schwesterfirma ProtectSys weltweit Glasvlies und Messgitter. Die ILD exportiert ‚nur‘ Know-how, dafür von Anfang an weltweit, seit 1997“, sagt Florian Wenderoth. Die meisten Anfragen erhalten die Leckortungs-Spezialisten aus Deutschland, der Schweiz, Italien und USA.

„Über die langjährige Zusammenarbeit mit Dachbahnenherstellern, Dachdeckerunternehmen, Architekten, Bausachverständigen und unsere ILD Partner weltweit kommen wir an Kunden. Ebenso über das Internet und die mehrsprachigen Websites unseres Unternehmens“. Ein treuer Kundenstamm an Architekten und Bausachverständigen und deren Mund-zur-Mund Propaganda zeige, wie wichtig Vertrauen sei.  „Wir haben viele Kunden, die bereits seit Jahren fest mit uns zusammenarbeiten. Das spiegelt auch das Firmenmotto wieder: „Weil Erfahrung Vertrauen schafft.“

Weiteres Kundengewinnungsmittel? Anzeigen und Artikel in Fachzeitschriften. Und die Teilnahmen an geförderten Delegationsreisen des bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie am bayerischen Förderprojekt Go International. Mit Go International wurde der Schweizer Markt „erobert“, ein zweiter Auslandsmarkt wird gerade mit Go International anvisiert.

Und Corona?

„2021 war das Umsatzstärkste aber auch kräftezehrendstes Jahr der Firmengeschichte. Corona bedingt mussten wir die internen und externen Abläufe neu sortieren und umstrukturieren. Derzeit sei die Auftragslage enorm, auch durch den rasant angestiegenen Bekanntheitsgrad und die weltweit zunehmenden Unwetter, die die Langlebigkeit einer Dachabdichtung beeinflussen.